1975 - 2015 - 40 Jahre Freier Deutscher Autorenverband Landesverband Nord e.V.
1975 - 2015 - 40 JahreFreier Deutscher Autorenverband Landesverband Nord e.V.

 

 

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www.fda.de

Literatur in der Remise - seit 2008 -

Die Remise der Klosterschänke Hude Bild: Detlef Welker 2010

Von Krimhild Stöver und Ingrid Blohm (Pseudonym Inge Ried) wurde im Jahr 2008 eine an jedem ersten Mittwoch im Monat wiederkehrende, von 19.30-21.00 Uhr stattfindende Autoren-Lesung von jeweils bis zu drei (wechselnden) FDA-Autoren ins Leben gerufen.

Aktuell wird die Remise von Ingrid Blohm und Dorit Berger betreut. Den Kontakt zur Presse hält unser Mitglied, Frau Dorit Berger in Händen.

 

Die Lesungen finden in der "Remise" statt -die Remise, neben der "Klosterschänke"- gehört zu dem Bereich des ehemaligen Huder Zisterzienserklosters.

Der örtliche Rahmen ist für bis zu zwanzig Gäste gedacht und sehr ansprechend gestaltet.

Auch die Presse besucht diese Veranstaltungen gern und berichtet entsprechend.

 

Nach den Lesungen gibt es -bei dem ein oder anderen Getränk- immer wieder zwanglose Diskussionen mit den Autorinnen bzw. Autoren. In der kalten Jahreszeit immer auch gern am prasselnden Kaminfeuer.

 


Autoren, die Interesse haben aus ihren Werken vorzutragen, werden gebeten, sich mit Ingrid Blohm unter

 

literatur-remise@web.de

 

in Verbindung zu setzen.
 

 

Wo befindet sich die Remise?

Adresse: Von-Witzleben-Allee 3, 27798 Hude (Oldenburg),

direkt neben dem Restaurant "Klosterschänke".

 

Gebührenfreie, öffentliche Parkplätze befinden sich hinter der Wassermühle

(1 min Fußweg). 

Am 04.Dezember 2019, zum Jahresausklang,

las die Huder Autorin

Andrea Wendeln

aus ihrem zweiten Kriminalroman, der wiederum in der Region handelt. 

Die Autorin Andrea Wendeln Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Ermittler sind normale Menschen

 

Viel Lokalkolorit erfuhren die Zuhörer bei der Lesung der Huder Autorin Andrea Wendeln am vergangenen Mittwoch in der Remise. In der Reihe „Literatur in der Remise“, veranstaltet vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. stellte sie ihren neuen Kriminalroman „Die Frau im Moor“ vor.

 

Zunächst konnte das spätere Opfer Marie beim Gang mit ihrem Hund im Gebiet des Oldenburger Schlossparks begleitet werden, beobachtet aus der Sicht eines Stalkers. Dabei erfuhren die Zuhörer allmählich die Ausgangslage und begleiteten Marie ins Wittemoor, die sich dort einen Moment der Sammlung erhofft. Statt dessen wird sie jedoch ermordet. Ihre Leiche wird einige Tage später von einer Gruppe Wanderer gefunden, die sich einer Führung durch das Moor angeschlossen hatten. Bei der Bergung der Leiche tritt dann das Ermittlerduo auf: Heide Rose und Peter Grahne, den Fans bereits aus dem ersten Band der Reihe „Keine Reue“ bekannt. Soweit die Lesung.

A. Wendeln, dicht umlagert beim Signieren. Bild: Detlef Welker

Den Zuhörern hat dabei besonders gefallen, dass sie alle genau beschriebenen Wege im Geiste mitgehen konnten und so die Geschehnisse sehr „real“ erlebten. Das Moor ist mit all seinen Besonderheiten exakt beschrieben, die Stimmung dort gut erfasst. Dass der Moorführer unter dem genannten Namen tatsächlich existiert und die Autorin seine Führung mitgemacht hat, ist ein besonderes Schmankerl. Es kämen noch weitere real existierende Personen im Roman vor, so Wendeln. Selbstverständlich wurden alle zuvor gefragt und haben dazu ihr Einverständnis gegeben.

 

Beim Verlag habe man besonders geschätzt, dass die ermittelnden Polizisten als normale Menschen geschildert werden, die nicht von schweren psychischen Problemen geschüttelt werden, so die Autorin. Die Krimis kommen mit einer gewissen Leichtigkeit daher, auch der Humor kommt bei aller Ernsthaftigkeit nicht zu kurz. So ermitteln Heide Rose und Peter Grahne für Andrea Wendeln bereits im dritten Fall – das Buch soll im nächsten Jahr erscheinen. Und selbstverständlich wird es wieder in der Remise vorgestellt werden.

 

www.nwzonline

 

Vorbericht zur Lesung der

Huder Autorin Andrea Wendeln

am 04.12.2019, 19.30 Uhr in der

Remise der Huder Klosterschänke

Andrea Wendeln Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Neuer Krimi mit viel Lokalkolorit

 

Werden Spaziergänger ab sofort nur noch schaudernd ins Wittemoor gehen? Diese Frage wird am 4. Dezember in der Huder Klosterremise ab 19.30 Uhr beantwortet. Dort liest im Zuge der allmonatlich stattfindenden Reihe „Literatur in der Remise“ des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V. die Huder Autorin Andrea Wendeln aus ihrem Buch „Die Frau im Moor“.

 

Ja, im Wittemoor findet sich die Leiche von Marie Fuchs. Die verheiratete Blumenhändlerin hatte dort einen Zufluchtsort, den sie immer dann aufsuchte, wenn sie Zeit brauchte, um nachzudenken und sich zu sammeln. Und dazu hatte sie gerade allen Grund: sie sah sich plötzlich als Alleinerbin ihres verhassten Vaters, fühlte sich beobachtet und dazu seit Monaten von einem Stalker verfolgt. Die Spuren führen das Ermittlerteam Heide Rose und Peter Grahne nach Hamburg, wohin Marie Fuchs zur Testamentseröffnung kommen sollte. Fühlt sich etwa jemand um das Erbe betrogen?

 

Die kleine, taffe Ermittlerin Heide Rose und ihr riesiger Kollege Peter Grahne sind hier in ihrem zweiten Fall unterwegs. Bereits im ersten Krimi der Autorin „Keine Reue“ stellten sie ihr Können unter Beweis. Wie auch im ersten Band sind wieder vielfältige lokale Bezüge in den Text eingearbeitet.

 

Die 52-jährige, in Oldenburg geborene Autorin und gelernte Konditoreifachverkäuferin schreibt seit ihrer Jugend. Zahlreiche ihrer Gedichte und Kurzgeschichten sind in verschiedenen Anthologien erschienen. Aus einer dieser Kurzgeschichten entwickelten sich ihre beiden so unterschiedlichen Protagonisten, vom Publikum befeuert, zu Serienfiguren. Der dritte Band, so Andrea Wendeln, sei in Arbeit!

 

Christine Metzen – Kabbe,

Oldenburg, FDA-Nord:

Lesung in der Kloster-Remise am 06.11.2019

aus den ersten zwei Bänden der Romantrilogie

„Die Totenbeschwörerin des Königs“

Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Antiken Lebensweg aus der Sprache konstruiert

 

Es war ein hoch interessanter Leseabend, der am vergangenen Mittwoch in der Huder Klosterremise statt fand, da waren sich alle Zuhörer einig. Im Zuge der Reihe „Literatur in der Remise“, veranstaltet allmonatlich vom freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V., las die Oldenburger Historikerin Christine Metzen-Kabbe aus den beiden ersten Bänden ihrer Trilogie „Die Totenbeschwörerin des Königs“.

 

Der Roman spielt in der Antike zur Zeit König Sauls, also ca. 1100 v. Chr. und ihre Protagonisten sind Saul selbst (der hier aber unter anderem Namen auftritt), sowie seine Seherin, die durch einen Übersetzungsfehler als „Hexe von Endor“ bekannt ist. Vor allem ihr Lebensweg wird geschildert, alle Geschehnisse werden aus ihrer Perspektive dargestellt. Welche Fähigkeiten hat ein Mensch mit der Gabe des Sehens? Wie kann er in seiner Entwicklung gefördert, aber auch geschützt werden? Und womit muss dieser Mensch selbst fertig werden? All das ist eingebettet in den antiken Kontext; Kleidung, Nahrung, soziales Umfeld, Heilmethoden usw. sind akribisch recherchiert.

 

Besonders faszinierend war zu erfahren, dass die Autorin, die Hebräisch spricht, viele Lebensumstände der Totenbeschwörerin aus dieser Sprache ableiten konnte. Aus den Bezeichnungen, die für die Seherin verwendet wurden und die erheblich vielfältiger als im Deutschen sind, ließen sich ihre soziale Stellung in der damaligen Gesellschaft und viele weitere Gegebenheiten ableiten. Nicht zuletzt wurde damit auch die Schwierigkeit der Übersetzung zum Thema.

 

Dabei sei es nicht die Zeit, die sie reizt, sondern der Mensch, so die Autorin. Sie sei während einer Übersetzungsübung auf die Seherin gestoßen und sofort von ihr gefesselt gewesen. Ihr war schnell klar, dass sie deren Leben durch einen Roman „erforschen“ wollte.

 

Sieben Jahre hat Christine Metzen-Kabbe für ihre Trilogie gebraucht (der dritte Band erscheint nächstes Frühjahr), was keinen der Anwesenden weiter verwunderte. Alle sind gespannt auf den Schlussband, den die Autorin kommendes Jahr wieder in der Remise vorstellen wird.

Cristine Metzen-Kabbe. Bild: privat

Vorbericht:

Dorit Berger

 

Spannende Lesung mit psychologischem Tiefgang

 

Am 6. November um 19.30 Uhr ist es wieder soweit: die Remise der Klosterschänke Hude öffnet ihre Tür zur monatlichen Lesung des Freien Deutschen Autorenverbands (FDA Nord e.V.), bei der dieses Mal die Oldenburger Autorin und Historikerin Christine Metzen-Kabbe zu Gast ist. Sie wird aus den beiden ersten Bänden der Trilogie „Die Totenbeschwörerin des Königs“ lesen.

 

Was zunächst als unheimlich, esoterisch und vielleicht sogar ein bisschen reißerisch klingt, ist alles andere als das. Angesiedelt ist der Roman in der Antike, wo solche Praktiken durchaus üblich waren. Aber gerade der König, um den es hier geht (er ist historisch), hatte seinerzeit die Totenbeschwörung verboten. Doch nun steht er einer Herausforderung gegenüber, bei der er den Blick in die Zukunft wagen muss, weshalb er sein eigenes Gesetz übertritt. So begibt er sich in Begleitung zweier treuer Männer zu der Frau, die durch einen Übersetzungsfehler als „Hexe“ bezeichnet wird. Nur für ihn und im Geheimen führt sie die Totenbeschwörung durch – und sieht seinen Tod.

 

Christine Metzen-Kabbe ist dafür bekannt, für ihre historischen Romane äußerst genau zu recherchieren. Die Fakten sind also wahr, doch sie legt auch sehr viel Wert auf die genauen Lebensumstände ihrer handelnden Personen. An der Totenbeschwörerin aber hat sie vor allem interessiert, mit welchen psychologischen Fähigkeiten diese Frau dem König hilft, seinen vorgezeichneten Weg in Würde bis zu seinem Ende zu gehen.

 

Die Autorin, geboren und aufgewachsen in Oldenburg, war bis zu ihrer Pensionierung Gymnasiallehrerin in Bad Zwischenahn - Edewecht und hat dort eine Schreibwerkstatt mit Schülern geleitet. Ihr Märchenroman „Die Geschichte der Stadt Zor“ und das dazugehörige Theaterprojekt mit Schülerinnen und Schülern haben große Beachtung gefunden. Außerdem sind von ihr weitere historische Romane sowie ein Erzählband erschienen (alle im Geest-Verlag).

Ankündigung in der NWZ

 

Elli Nohr

las am 02.Oktober 2019 in der Remise

Die Autorin Elli Nohr Bild: FDA-Nord

 

 

 

 

 

Dorit Berger

 

 

 

Autorin aus Ganderkesee nahm Zuhörer mit nach „Unterwegs“

 

 

 

Am vergangenen Mittwoch fand wie jeden Monat die vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. organisierte Lesung der Reihe „Literatur in der Remise“ in eben der Huder Klosterremise statt. Gast war dieses Mal Elli Nohr aus Ganderkesee mit „Neuen Geschichten von unterwegs“.

 

Elli Nohr begreift „unterwegs sein“ als ihr Lebensmotto in vielerlei Hinsicht. Dies kam gleich in ihrem ersten Text „Sindbad“ zum Ausdruck. Mut zum Risiko und Neugier eröffnen die Chancen auf vielerlei Erfahrungen und ein erfülltes Leben, in dem die eigenen Talente gesetzt und gelebt werden.

 

Unterwegs waren auch die Protagonisten einer zur Zeit Karls des Großen spielenden Krimi-Erzählung, in der sich drei Religionen und drei Kulturkreise begegnen. Dieser Text entstand im Zuge eines Wettbewerbs. Die Zuhörer waren sich einig: hier liegt Potential für einen Roman. Nohr gestand, dass sie mit diesem Gedanken bereits liebäugelt.

 

Not und Schrecken des „unterwegs seins“ kam in einer kurzen Deportationsgeschichte zum Ausdruck. Die restlichen Texte waren humorvolle Reiseerzählungen, die sowohl zu den trinkfesten Iren führten wie auch auf eine kroatische Insel, auf der der Fischer und Inhaber eines Restaurants klug und listenreich den Touristen nicht nur den Hunger stillt, sondern auch ihre geheimen Träume bedient.

 

Die Autorin bekam viel Beifall für ihre Lesung und wurde zum Weiterschreiben aufgefordert.

Am 02.Oktober 2019

begrüßen wir Elli Nohr in der Remise 

Elli Nohr Bild: Detlef Welker

nwzonline

 

Dorit Berger

 

Neue Geschichten von unterwegs

 

Am Mittwoch, dem 2. Oktober um 19.30 Uhr öffnet die Huder Klosterremise wieder ihre Pforten für die Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA Nord e.V.) veranstaltet wird. Elli Nohr aus Ganderkesee wird „Neue Geschichten von unterwegs“ lesen.

 

Für Elli Nohr ist das Unterwegs sein zum Lebensmotto geworden. Und das meint sie zum Einen wörtlich und zum Anderen im übertragenen Sinn. Sie trägt, wie sie sagt, von Geburt an den Fernwehvirus in sich, der sie in ihrem bisherigen Leben an verschiedenste Orte der Welt führte. So bunt und abenteuerlich, wie das oft war, sind aber auch die Wege im Leben, in ihrem wie auch im Leben anderer Menschen. So sind die Geschichten darüber teils heiter, teils nachdenklich, aber immer ist der Weg das Ziel.

 

Nohr schreibt seit ihrer Schulzeit. Sie hat einige Preise gewonnen, von denen gleich der erste sie auf eine Reise schickte, die ihr späteres Leben stark geprägt hat. Auch das Erzählen von Geschichten ist ihr wichtig, denn, so Nohr, im Erzählen und Hören von Geschichten erfährt man die Welt. Sie habe das große Glück gehabt, dass ihr bereits im frühen Kindesalter viel erzählt und vorgelesen wurde. Dies hat ihre Neugier auf und Offenheit für das Leben beeinflusst und es entscheidend bereichert.

 

Seit 2011 ist Elli Nohr Mitglied des FDA Nord e.V., und zur Zeit dessen Erste Vorsitzende. Wie immer steht die Autorin im Anschluss an die Lesung dem Publikum für Fragen zur Verfügung. 

"Aller guten Dinge sind zwei"

 

04.09.2019 

Ulrike Noltenius und Detlef Welker in der Remise 

Ulrike Noltenius und Detlef Welker Bild: Dorit Berger

 

 

Bericht:

Dorit Berger

 

Zuhörer zeigten sich tief berührt

 

Es war zu erwarten gewesen: die Fans des literarischen Duos Ulrike Noltenius (Osnabrück) und Detlef Welker (Hude) waren zur Stelle, als die beiden ihre Lesung am vergangenen Mittwoch in der Huder Klosterremise begannen. Den beiden aktiven Mitglieder des Freien deutschen Autorenverbands (FDA) Nord e.V., der die Reihe „Literatur in der Remise“ allmonatlich organisiert, winkte ein Heimspiel.

 

Ulrike Noltenius eröffnete den Reigen mit einer musikalischen Darbietung, der einige Gedichte von Detlef Welker folgten. Auch im Weiteren wechselten sich Autor und Autorin ab. Da Welker, bedingt durch eine Sehnenscheidenentzündung, nicht Gitarre spielen konnte, fiel ihm der Großteil des literarischen Programms zu, während Noltenius den musikalischen Part dieses Mal alleine übernahm. Sie brachte nur eine autobiografische Erzählung zu Gehör. Auch Welker trug zwei Erzählungen vor. Eine hatte, ebenso wie die Geschichte von Noltenius, ein ernstes Thema. Überhaupt, so die Feststellung der Zuhörer, lag der Schwerpunkt dieses Mal auf den ernsteren Seiten des Lebens. Sie wurden jedoch in den Geschichten sprachlich meisterhaft dargestellt und die Zuhörer zeigten sich tief berührt davon. Bei einigen wurden eigene innere Saiten zum Klingen gebracht.

 

Dennoch kam der Humor nicht zu kurz. In Welkers zweiter Kurzgeschichte, einer Satire, spielte er mit Wörtern und Sprachelementen, dass es eine Freude war. Seine eigene Lust an der Sprache kam dadurch deutlich zum Ausdruck.

 

Nach dem Schlusslied von Ulrike Noltenius mit ihrer raumfüllenden Stimme gab es viel verdienten Beifall für das Autorenduo. Beide versprachen, die Remise auch im kommenden Jahr mit ihrem dann neuen Programm zu besuchen.

 

NWZ am 06.09.19

 

 

Ankündigung/Vorbericht 

Das "Autorendoppel", Ulrike Noltenius und Detlef Welker Foto: Dorit Berger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorit Berger

 

Aller guten Dinge sind zwei

 

Die Freunde der Reihe „Literatur in der Remise“, die am Mittwoch, dem 4. September um 19.30 Uhr erneut in der Huder Klosterremise statt findet, werden aufmerken. Die zwei guten „Dinge“, die hier angekündigt werden, sind liebe alte Bekannte: Ulrike Noltenius aus Osnabrück und Detlef Welker aus Hude sind auch dieses Jahr wieder zu Gast. Ihre zahlreichen Fans können sich wie immer auf eine Mischung aus ernsten und heiteren Gedichten, Geschichten und musikalischer Darbietung freuen.

 

Literarisch erwartet uns Neues in Form von Lyrik und Prosa. So wird Ulrike Noltenius eine autobiografische Geschichte zu Gehör bringen, bei der ihr eine Begegnung in der Straßenbahn hilft, ein altes, drückendes Problem aus der Schulzeit zu bewältigen. Außerdem übernimmt sie den musikalischen Part den Veranstaltung. Detlef Welker wird dieses Mal den Abend ohne seine Gitarre bestreiten; eine Sehnenscheidenentzündung hindert ihn am Spielen. Dafür hören wir von ihm zwei Geschichten. „Marga“ beschäftigt sich mit der Rückführung einer gestörten jungen Frau in ihre Kindheit. Aber Welker wäre nicht Welker, käme der Humor zu kurz. So folgt denn „Streifzug durch ein Herrenhaus“, eine Satire. Beide Geschichten kommen aus seinem neuen Buch „Ein Wachshamster zwischen den Zeiten“, das noch in diesem Herbst erscheinen wird.

 

Autorin und Autor sind beide aktive Mitglieder des „Freien Deutschen Autorenverband“ (FDA) Nord e.V., der allmonatlich auch die Reihe „Literatur in der Remise“ veranstaltet. In diesem Verband haben sich die Beiden vor einiger Zeit literarisch gesucht und gefunden und erarbeiten seither jährlich ein gemeinsames Programm.

 

Anita Jurow-Janßen

07.August 2019 - erste Lesung nach der Sommerpause.

Ein Bericht von Dorit Berger.

Anita Jurow-Janßen. Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Gelungener Neustart nach der Sommerpause für „Literatur in der Remise“

 

Ihren Neustart nach der Sommerpause hatte die Reihe des Freien Deutschen Autorenverbands (FDA) Nord e.V.  „Literatur in der Remise“. Am vergangenen Mittwoch stellte die Oldenburger Autorin Anita Jurow-Janßen ihren neuen Roman „Das Maßband“ vor.

 

Die Autorin hatte sich ein aktuelles Thema ausgesucht: Mobbing. Sie siedelte dieses unter Kolleg*innen in einer Bank an. Das Opfer ist eine Frau mittleren Alters, die im Umgang mit anderen und mit sich selbst eher etwas ungeschickt agiert. Sie wird vom Kollegenteam gehänselt und verspottet, von ihrer Vorgesetzten, die sich den Spitznamen „der Wallach“ eingehandelt hat, vor allen anderen gedemütigt und mit Arbeit überhäuft. Zusätzlich wird sie privat von ihrer pubertierenden Tochter gefordert. Als sie bei einer zufälligen Gelegenheit das Maßband einer Kollegin mitgehen lässt und ausgerechnet „der Wallach“ am nächsten Morgen mit diesem Maßband erdrosselt im Vorratsraum der Bank liegt, nehmen die dramatischen Ereignisse ihren Lauf.

Das Verhalten der gemobbten Frau ist dabei gut heraus gearbeitet. Ihr ungeschicktes Verhalten geschieht aus Unsicherheit heraus, die durch die Hänseleien wiederum verstärkt wird. So beginnt sich eine unheilvolle Spirale zu drehen, aus der es zunächst, wie es scheint, keinen Ausweg gibt. Eine Lösung hat die Autorin am Mittwoch Abend aber selbstverständlich nicht präsentiert.

Anita Jurow-Janßen schreibt seit mehreren Jahren und war in dieser Zeit recht aktiv. Etliche Romane sind entstanden sowie kleinere Gedichtbändchen. Selbstverständlich fließen auch bei Jurow-Janßen, wie bei jedem anderen Autor/Autorin auch, die eigene Lebenserfahrung und beobachtete Situationen mit ein. Die grundsätzlichen Handlungen aber, so versichert die Autorin, seien jeweils frei erfunden. Die nächsten Projekte seien bereits in Arbeit, so Jurow-Janßen. Wir werden sicher davon hören.

 

Anita Jurow-Janßen Bild: Stadt Oldenburg

 

Am 07.August, 19.30 Uhr dürfen wir uns auf die Autorin 

Anita Jurow-Janßen freuen.

 

Dorit Berger

 

Remiselesung im August mit hochaktuellem Thema

 

Anita Jurow-Janßen stellt ihren Krimi „Das Maßband“ vor

 

Die erste Lesung der Reihe „Literatur in der Remise“ in der Huder Klosterschänke nach der Sommerpause findet wie immer am ersten Mittwoch im Monat, also am 7. August statt.

Beginn der vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord.e.V. veranstalteten Reihe ist um 19.30 Uhr.

 

Dieses Mal ist die Oldenburgerin Anita Jurow-Janßen zu Gast, die ihren Krimi „Das Maßband“ vorstellen wird. Dabei geht es um Mobbing, ein hochaktuelles Thema. Es fängt harmlos an und kann jeden treffen. Eine kleine abfällige Bemerkung wird aufgenommen und verstärkt, das Umfeld reagiert mit Ablehnung und Ausgrenzung. Die Hydra wächst durch das Internet und das Opfer sieht sich massiven Hasstiraden ausgesetzt, oft mit unabsehbaren Folgen.

 

Im Roman ist es Sandra, die in einer Bank arbeitet. Von ihren Kolleg*innen gemobbt, von ihrer Vorgesetzten gedemütigt, gerät sie in schweren Verdacht, als diese Vorgesetzte tot im Vorraum der Bank gefunden wird. Sie wurde mit einem Maßband erdrosselt. Ausgerechnet dieses Maßband hat Sandra vorher einer Kollegin entwendet; aber nun ist es aus ihrer Schublade verschwunden. Nur ihre Tochter und ein Kollege stehen zu ihr, als sie selbst zu ermitteln beginnt. Und wie in einen guten Krimi üblich, gerät sie dabei selbst in Gefahr. Spannend wird auch noch sein zu erfahren, warum ausgerechnet ein Maßband eine so entscheidende Rolle in einer Bank spielt...

 

Anita Jurow-Janßen wurde in Varel geboren, wo sie auch viele Jahre im Amtsgericht gearbeitet hat. 2007 begann sie mit dem Schreiben und veröffentlichte zunächst sozialkritische Romane mit autobiografischem Hintergrund. Danach wechselte sie das Genre und schrieb den Thriller „Toxicus“, dem nun der Krimi „Das Maßband“ folgt. Seit 2015 lebt die Autorin in Oldenburg, wo sie Mitglied im „Leseforum Oldenburg“ ist.

 

Am 05.06.2019 war Nicoleta Craita Ten'o als Gast des FDA Nord in der Remise.

Nicoleta Craita Ten'o und Alfred Büngen Bild: Dorit Berger

Bericht von

 

Dorit Berger

 

Unvergesslicher

Abend mit stummer

Autorin

 

In der voll besetzten Huder Klosterremise stellte am vergangenen Mittwoch die stumme Autorin Nicoleta Craita Ten'o ihren Roman "Man bezahlte den Kuckuckseiern den Rückflug" vor. Ihr Verleger Alfred Büngen vom Geest-Verlag stellte ihr dabei seine Stimme zur Verfügung. Craita Ten'os Roman über das Schicksal eines rumänischen Roma-Mädchens ist fiktiv, dennoch fließen eigene Erlebnisse der Autorin mit ein.

Da sie in Rumänien geboren wurde, kennt sie, obwohl selbst keine Roma, deren gesellschaftliche Strukturen und Denkweisen, denn sie hat als Kind viel mit Kindern der Roma gespielt. Ihre Protagonistin Magdalena wächst in bitterster Armut auf und ist als Mädchen zunächst ihrem Vater und später ihrem Ehemann vollkommen untertan. Für andere Männer ist sie nur eines: Beute. Sie folgt ihrem Vater für ein paar Wochen nach Deutschland, wo sie als Straßenmusikanten schnell reich werden wollen. Ungläubig erlebt sie bei ihrer Ankunft in Hamburg die für sie märchenhafte Pracht der Stadt und kennt ab da nur noch einen Wunsch: sie will bleiben. Doch das geht nur, wenn sie ihren brutalen und ausbeuterischen Vetter heiratet....

Die Erlebnisse Magdalenas und die Zustände in Rumänien gehen tief unter die Haut, ebenso das Aufeinanderprallen der Kulturen in Deutschland. Dass das Ende des Romans zumindest versöhnlich genannt werden kann, grenzt an ein Wunder.

Die Autorin, die nach einem traumatischen Erlebnis völlig verstummte und sichtbar geschädigt ist, hat sich neben ihrer Muttersprache fünf weitere Sprachen autodidaktisch beigebracht, wovon sie Deutsch am meisten liebt. Als Nicht-Muttersprachlerin hat sie jedoch einen anderen Blick auf die Sprache, Wörter fließen für sie wie Musik, so die Autorin. Sie schafft dadurch neue Wortkombinationen und Bilder, fordert Aufmerksamkeit vom Leser. Dafür bekam sie das Bremer Autorenstipendium und gilt als eine der sprachbegabtesten jungen Autorinnen.

Im Anschluß an die Lesung beantwortete Nicoleta Craita Ten'o Fragen der Zuhörer, indem sie die Antworten auf einen Zettel schrieb, den Alfred Büngen dann vorlas. Diese Antworten waren zum Teil sehr poetisch und unterstrichen die Haltung einer Frau, die trotz widrigster Lebensumstände ihre positive Einstellung beibehält. Die Zuhörer in der Remise werden diesen Abend wohl nicht so schnell vergessen.

Die Reihe "Literatur in der Remise" des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V. geht nun in die Sommerpause. Die nächste Lesung findet dadurch erst wieder am 7. August statt.

 

Vorbericht für die monatliche Remise-Lesung am Mittwoch, den
05.06.2019, 19.30 Uhr mit

Nicoleta Craita Ten'o

Die Autorin Nicoleta Craita Ten'o. Bild: privat

Dorit Berger

 

Ungewöhnliche Lesung: Stumme Autorin stellt ihren preisgekrönten Roman in der Remise vor

 

Eine höchst ungewöhnliche Lesung erwartet die Zuhörer der Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich am ersten Mittwoch des Monats (5. Juni) vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord veranstaltet wird. Nicoleta Craita Ten'o wird ihr Buch „Man bezahlte den Kuckuckseiern den Rückflug“ vorstellen.

 

So weit, so gut. Das Besondere: Nicoleta Craita Ten'o ist stumm. Ein traumatisches Erlebnis in jungen Jahren hat sie sprachlos gemacht. Die in Rumänien geborene Autorin durchlebte danach fürchterliche Zeiten in rumänischen Heilanstalten. Sie leidet an massiven Essstörungen und anderen Einschränkungen. Nach ihrem Verstummen hat sie keine Schule mehr besucht. Dennoch hat sie nach der Auswanderung der Familie mit 15 Jahren sich selbstständig sechs Sprachen beigebracht, die sie vollkommen beherrscht, und spielt klassische Klavierkonzerte aus dem Kopf. In ihren nunmehr 35 Lebensjahren hat sie 12 eigenständige Bücher veröffentlicht, ist in zahllosen Anthologien und Zeitschriften vertreten und hat etliche Preise gewonnen.

 

Im Zentrum des Romans, den sie in der Huder Klosterremise vorstellen wird, stehen die Auswanderung aus Rumänien nach Deutschland und das unfassbare Leben des Roma-Mädchens Magdalena. Mit diesem Roman gewann die Autorin das Bremer Literaturstipendium. In der Begründung der Jury heißt es: „Wir lassen uns tragen.... mit Sätzen der deutschen Sprache, wie wir sie schon lange von keinem deutschen Autor mehr gelesen haben.“ Sie gilt als eine der sprachbegabtesten jungen Autorinnen, die sich in Prosa und Lyrik gleichermaßen zu Hause fühlt.

 

Craita Ten'os Verleger Alfred Büngen vom Geest-Verlag in Vechta wird der Autorin bei der Lesung sowie bei der anschließenden Diskussion, bei der sie auch Fragen zu ihrem besonderen Leben beantworten wird, seine Stimme leihen. Beginn ist um 19.30 in der Huder Klosterremise.

Bericht zur Lesung von Karl-Heinz Knacksterdt am 01.05.2019

Karl-Heinz Knacksterdt Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Schleichendes Entsetzen ob naher Zukunft

 

Er wolle niemandem Angst machen, so Karl-Heinz Knacksterdt bei seiner Lesung am 1. Mai in der Huder Klosterremise. Dennoch liefen vielen Zuhörern kalte Schauer über den Rücken. Der Oldenburger Autor war Gast der Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich am ersten Mittwoch im Monat vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. veranstaltet wird.

 

Knacksterdt hat über vier Jahrzehnte in der Kommunikationsbranche gearbeitet. Nach seiner Pensionierung begann er, seine Erfahrungen schriftstellerisch zu verarbeiten. In diesen Tagen wird sein letzter Band der Trilogie „Manipulationen“ erscheinen, aus deren zweitem Band er in der Remise las.

 

Sein Protagonist Bernhard Schaf hat nach einem Unfall telepathische Fähigkeiten entwickelt und vervollkommnet, wodurch er zu einem Objekt skrupelloser Wissenschaftler wird. Um sich seine Fähigkeiten nutzbar zu machen, wurden ihm bei einer Hirnoperation ohne sein Wissen zwei Mikrochips implantiert. Zwar erfährt er im Nachhinein davon, rückgängig machen lässt sich allerdings nichts. So wird Schaf zu einem Spielball wissenschaftlicher und vor allem politischer Mächte, die seine Fähigkeiten zur Manipulation anderer Menschen, insbesondere von Soldaten nutzen. Davon handelt der dritte Band.

 

Wir sind auf dem besten Wege, zum gläsernen Menschen zu werden, so Zuhörer und Autor bei der anschließenden Diskussion. Mikrochips werden schon jetzt Menschen unter die Haut gepflanzt, um beispielsweise Bankgeschäfte zu erledigen. In wenigen Jahren kann es gängige Praxis werden, Neugeborene sofort mit einem Chip zu versehen, der alle Ausweispapiere überflüssig macht. Bereits jetzt wird daran geforscht, Chips im Gehirn das Lernen überflüssig machen zu lassen. In einem Zeitraum von ca. fünf bis zehn Jahren könne das Wirklichkeit werden, so der Autor. Vor allen Dingen Banken und große Wirtschaftsunternehmen hätten großes Interesse daran, diese Möglichkeiten voran zu treiben.

 

Es gibt bereits etliches an wissenschaftlicher Literatur zu diesem Themenkomplex, so Knacksterdt. Ihm sei daran gelegen, ganz normale Menschen darauf aufmerksam zu machen, deshalb habe er die Form des unterhaltsamen Romans gewählt. Leicht und flüssig geschrieben, können die Bücher jedoch kaum das schleichende Entsetzen angesichts der „schönen neuen Welt“ verhindern. Die Zuhörer dankten dem Autor nicht nur durch Beifall und verließen die Remise sichtlich nachdenklich geworden.

 

Der Lokalsender O1 wird am 23. Mai eine Lesung Knacksterdts aufnehmen, die dann im August gesendet werden wird.

 

Vorbericht für den 01.Mai 2019,  19.30 Uhr

Seien Sie gespannt auf die Lesung

von

Karl-Heinz Knacksterdt! 

Karl-Heinz Knacksterdt Bild: Annelie Knacksterdt

Dorit Berger

 

Lesung führt in nahe Zukunft

 

Auch wenn der erste Mittwoch des Monats Mai ein Feiertag ist, findet doch die monatliche Lesung „Literatur in der Remise“, veranstaltet vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. statt. Karl-Heinz Knacksterdt aus Oldenburg wird die Zuhörer in die nahe Zukunft führen – in eine Arbeitswelt der Wissenschaftler, die faszinierend und beängstigend zugleich ist.

 

Der Autor hat über vierzig Jahre berufliche Erfahrung in der Informationstechnik gesammelt und weiß also, wovon er spricht, wenn er seinen Roman „Im Netz der Algorithmen“ vorstellt. Dort begegnet uns der Computerexperte Berthold Schaf, der durch einen Unfall über die Fähigkeit der Telepathie verfügt. „Dies macht ihn zu einem Opfer skrupelloser Wissenschaftler. Hochentwickelte Methoden der künstlichen Intelligenz und der Robotertechnik werden von ihnen eingesetzt. Damit verstricken sie ihn ehrgeizig und gnadenlos in ihren Machenschaften, manipulieren ihn bis hin zur Todesnähe, um ihre Ziele zu erreichen“, so der Klappentext. Und diese Ziele sind keineswegs harmlos, schließlich hat das Pentagon seine Hände im Spiel. Erpressung und Manipulation sind an der Tagesordnung. Ethik und Moral? Menschenwürde? Fehlanzeige!

 

Dem Thema „Manipulationen“ widmet sich der Autor erst seit kurzer Zeit. Zuvor beschäftigte er sich durch die ehrenamtliche Tätigkeit in einer Kirchengemeinde und angeregt durch die künstlerischen Bilderzyklen seiner Frau mit großen Frauen der Bibel. Recherchen bei diversen Informationsquellen haben dafür gesorgt, dass seine Arbeiten über das Erzählerische hinaus historisch und, soweit erforderlich, auch theologisch korrekt sind.

 

Karl-Heinz Knacksterdt fand erst im Rentenalter Zeit und Muße zum Schreiben romanhafter Literatur. In den vergangenen sechs Jahren hat der 78jährige Oldenburger sechs Bücher herausgebracht.

 

Wie immer wird der Autor im Anschluss an die Lesung den Zuhörern für Fragen zur Verfügung stehen. Beginn ist um 19.30 Uhr in der Huder Klosterremise.

 

Markus Tönnishoff las am 03.April in der Huder Remise

Markus Tönnishoff Bild: Dorit Berger

 

 

Dorit Berger

 

Wenn der Toaster das Brot beim 3D-Drucker bestellt

 

Markus Tönnishoff hatte einen Angriff auf die Lachmuskeln versprochen und dieses Versprechen hat er gehalten. Der Bremer Journalist und Autor las am vergangenen Mittwoch in der allmonatlichen Reihe „Literatur in der Remise“ des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V. in der Huder Klosterremise aus seinen Satirebänden.

 

Nichts war (und ist) vor Tönnishoffs spitzer Feder sicher: seien es die pannenbehaftete Bundeswehr, die Matheaufgaben des Berliner Abiturs oder die neue genderisierte deutsche Sprache, alles wird von ihm pointiert auf's Korn genommen. Überhaupt Sprache: wie der Autor das intellektuell getarnte Geschwafel der Kunstszene karikiert, das sucht schon seinesgleichen. Auch das Wörterbuch „Dönerdeutsch – Beamtendeutsch“ ist gewiss  eine notwendige und bereichernde Ergänzung der Dudenreihe. Die Zuhörer der voll besetzten Remise lachten Tränen.

 

Aber Tönnishoff riet auch dringend davon ab, im Keller zwecks Energiesparmaßnahmen ein kleines Atomkraftwerk zu betreiben. Desgleichen war sein Versuch, durch einen Schimpansen die besseren Börsengeschäfte zu erzielen, nur bedingt erfolgreich. Dagegen bietet das Smarthome, in dem die (Haushalts-)geräte selbstständig miteinander kommunizieren und den Bewohnern – ob sie wollen oder nicht - jede Mühe abnehmen, fantastische Möglichkeiten. Wenn der Toaster das Brot vom 3D-Drucker herstellen lässt, ist das gewiss ein kulinarischer Höhepunkt.

 

Der alltägliche Wahnsinn aus Politik und Gesellschaft bietet Tönnishoff den Fundus für seine Satiren. Der studierte Politikwissenschaftler und Redakteur sitzt als Mitarbeiter des Weser-Kuriers dabei an der Quelle und hat ein gutes Gespür für seine Themen entwickelt.

 

Selbstverständlich und verdientermaßen bekam der Autor viel Beifall für jede seiner Geschichten. Da er natürlich weiter schreiben wird, gibt es irgendwann auch ein Wiedersehen in der Remise.

Am 03.April 2019 erwarten wir den Bremer Journalist und Buchautor

Markus Tönnishoff

bei seiner Premiere in der Remise.

Foto: Matthias Plettau

Markus Tönnishoff

 

Bremer Autor liest satirische Kurzgeschichten in der Remise in Hude

 

Kann ein Affe bei der Geldanlage behilflich sein? Ist es eine gute Idee, im Keller ein Atomkraftwerk zu bauen? Und sorgt der Fortschritt wirklich dafür, dass das Klopapier bald per Fax ins Haus kommt? Diese und weitere Fragen beantwortet der Bremer Journalist und Buchautor Markus Tönnishoff am Mittwoch, 3. April, ab 19.30 Uhr bei einer Lesung in der Remise in Hude (von Witzleben-Allee 3). Tönnishoff wird dort aus seinen Satirebänden „Ein Herz für intersexuelle Pinguine“ und „Wenn der Affe sich schnäuzt, klingelt die Kasse“ satirische Kurzgeschichten vortragen. Der Eintritt ist frei, nach der Lesung besteht die Möglichkeit für Gespräche.

 

Tönnishoff (53), der als Redakteur beim Weser-Kurier tätig ist, unternimmt in seinen Satiren einen erfrischenden Spaziergang durch die Politik und das Alltagsleben – und er reitet eine Attacke auf die Lachmuskeln. Was passiert, wenn beim Polizeinotruf gespart wird? Auch mit dieser Frage hat der Autor sich beschäftigt. Dann klingt es so: „Willkommen bei der Polizei. Unser Computer wird Sie durch das Menü führen. Wenn Sie einen Verkehrsunfall melden wollen, drücken Sie die 1, wenn Sie gerade überfallen werden, drücken sie die 2.“ Klar, dass der Autor im weiteren Verlauf die Dinge auf die Spitze treibt: „Will der Täter mehr als 100 Euro von Ihnen erbeuten, drücken Sie die 17, ist der Betrag kleiner, weisen Sie den Täter bitte darauf hin, dass auch kleinere Beträge versteuert werden müssen.“

 

Experten gibt es in letzter Zeit immer mehr – für jedes Thema. Deshalb lässt Tönnishoff in einer weiteren Satire jede Menge von ihnen zu Worte kommen: Terrorexperten und Entenexperten sowie Toiletten- und Klobürstenexperten, ohne die eine moderne Gesellschaft einfach nicht mehr klarkommen würde. Überdies schildert der Autor noch, wie es dazu kommen konnte, dass Berliner Gymnasiasten Mathe-Aufgaben bekommen, die auch ein drei Monate alter Pandabär mühelos lösen könnte und welche Rolle Hamster bei der Unterstützung der Bundeswehr einnehmen können.

 

Tönnishoff hat in der Vergangenheit zahlreiche Satiren für die Tageszeitung „Die Welt“ geschrieben. Auch in der „Berliner Zeitung“ war er mit humoristischen Ergebnissen seiner Großhirnrinde vertreten – und nicht zuletzt im Weser-Kurier. Er hat Politikwissenschaft in Bremen studiert und eine Ausbildung zum Tageszeitungsredakteur und Onlineredakteur absolviert – und er wundert sich heute noch darüber, dass trotzdem etwas aus ihm geworden ist, wie er selbst sagt.

Am 06. März war Barbara Devalle zu Gast in der Remise

Barbara Devalle Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Verbrecherische Praktiken des Gesundheitssystems der Nazis im Roman verarbeitet

 

In der voll besetzten Remise fand am vergangenen Mittwoch die monatliche Lesung des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V. statt. Die Oldenburger Autorin Barbara Delvalle las aus ihrem Roman „Die Heukeroth-Schwestern“.

 

Der Roman hat eine fiktive Handlung und erzählt von den verbrecherischen Praktiken der Nazis im Gesundheitsbereich. Dabei geht es um den 15jährigen Sohn einer von drei Schwestern, der eigentlich ein ganz normaler Junge wäre – hätte er nicht einen Epilepsie-Anfall gehabt. Dadurch gerät der begeisterte Hitlerjunge in den Fokus der Gesundheitsbehörde. Er soll nun mit seiner Mutter vor dem Erbgesundheitsgericht erscheinen, wo ihm ein Urteil zur Zwangssterilisation droht. Die Mutter hat eine ihrer Schwestern zu Hilfe gerufen. Doch ein versierter Anwalt rät ihnen, Oldenburg zu verlassen und Erich, den Jungen, zu verstecken.

 

Sie fliehen zur dritten Schwester, die in Kassel wohnt. Die Schwestern versuchen alles, um Erich zu retten. Doch überall lauern Gefahren und drohen den Plan scheitern zu lassen. In diesen Teil des Romans fließen nun Erzählungen der Großeltern der Autorin ein, so zum Beispiel die beklemmend realistische Schilderung eines Luftangriffs. Doch die Geschichte geht gut aus, versichert die Barabra Delvalle.

 

Heldenmut und Feigheit, Tragik, aber auch Humor in schrecklichen Zeiten schildert die Autorin in eingängiger Sprache. Eine Fortsetzung ist geplant, die in die Nachkriegszeit und Anfänge der Bundesrepublik führen wird. In ihr soll gezeigt werden, wie die Opfer des Nationalsozialismus erneut zu Opfern gemacht werden, da die alten Amtsinhaber weiterhin ihr Amt ausüben.

 

Sieben Jahre hat die Journalistin und Pressereferentin eines Oldenburger Krankenhauses für ihren Roman gebraucht. Allein vier Jahre entfielen auf die unglaublich aufwändige Recherche. Sie hat sich gelohnt, denn die Detailgenauigkeit ist in jeder Szene des Romans spürbar. Die Zuhörer zeigten sich sichtlich beeindruckt und Barbara Delvalle erhielt am Ende viel wohlverdienten Beifall.

Vorankündigung für die Lesung am Mittwoch, den 06. März mit Barbara Devalle

Die Autorin Barbara Devalle. Bild: Privat.

Dorit Berger

 

Roman um das nationalistische Gesundheitssystems

Barbara Delvalle liest in der Huder Klosterremise

 

Am kommenden Mittwoch, dem 6. März um 19.30 Uhr öffnet die Klosterremise wieder ihre Türen für die Lesereihe des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V „Literatur in der Remise“. Dieses Mal wird die Oldenburgerin Barbara Delvalle ihren Roman „Die Heukeroth-Schwestern“ vorstellen, zu dem die Autorin folgendes sagt:

 

„Spätsommer 1943. Mia ist auf dem Weg nach Oldenburg zu ihrer ältesten Schwester Änni. Es wird der beginn einer Odyssee, in der sie mit der Willkür und der Grausamkeit des nationalsozialistischen Gesundheitssystems Bekanntschaft macht und alles daran setzt, um Erich, ihren Neffen, vor den Nazis zu schützen. Es geht um Erbgesundheitsgerichte, Luftangriffe, um linientreue Verwandte, um Oldenburg und Kassel.“

 

Die Diplombiologin ist in Süddeutschland aufgewachsen und hat zunächst als Redakteurin und Journalistin bei verschiedenen Verlagen im Fachbereich Umwelt und Gesundheit gearbeitet. Seit ihrem Umzug nach Oldenburg um die Jahrtausendwende arbeitet sie als Pressereferentin in einem Oldenburger Krankenhaus.

 

Barbara Delvalle schreibt leidenschaftlich gern Geschichten und hat davon bereits mehrere veröffentlicht. „Die Heukeroth-Schwestern“ ist ihr erster Roman, zu dem, wie sie sagt, die Recherche der historischen Ereignisse sehr viel Zeit verschlungen hat. Inzwischen ist das Buch im Isensee-Verlag erschienen.

 

Wie immer ist im Anschluss an die Lesung Zeit für Fragen an die Autorin und zur Diskussion.

 

Die Heukeroth-Schwestern

Spätsommer 1943. Mia ist auf dem Weg nach Oldenburg zu ihrer ältesten Schwester Änni. Es wird der Beginn einer Odyssee, in der sie mit der Willkür und der Grausamkeit des nationalsozialistischen Gesundheitssystems Bekanntschaft macht und alles daran setzt, um Erich, ihren Neffen, vor der Nazis zu schützen.  Es geht um Erbgesundheitsgerichte, Luftangriffe, um linientreue Verwandte, um Oldenburg und Kassel.

So manche Begebenheit oder Anekdote aus den Erzählungen der Großmutter, aber auch von Oldenburgern oder aus damaligen Zeitungen haben Eingang in dieses Buch gefunden.

 

 

Am 06. Februar war Erwin Plachetka zu Gast in der Remise

Der Autor und Verleger Erwin Plachetka. Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Bestürzende Begegnung mit Vergangenheit und Gegenwart

 

Der Autor und Verleger Erich Plachetka war Gast der Februar-Lesung des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V. in der Huder Klosterremise. Das FDA-Mitglied stellte seinen neuen Roman „Rattenerbe“ vor.

 

Dem Roman liegt eine ungewöhnliche Idee zu Grunde: ein ganz normaler Mann, Rentner, eher zurückgezogen und beschaulich lebend, bekommt die Einladung zu einer Testamentseröffnung. Dort wird sein ganzes bisheriges Leben auf den Kopf gestellt. Er erfährt, dass sein totgeglaubter  Vater als ehemaliger SS-Offizier nach dem Krieg über die sogenannte „Rattenlinie“ nach Argentinien geflüchtet war und dort ein riesiges Vermögen in der Rinderzucht erwirtschaftet hatte. Einen Teil davon soll er nun erben, wenn er die daran geknüpften Bedingungen erfüllt. Andernfalls geht das Geld an eine ultrarechts gerichtete Organisation.

 

Das will Hans Lehmann aber auf keinen Fall, er will auch mit der Organisation nichts zu tun haben. Doch von Stunde an wird er verfolgt und überwacht und langsam dämmert ihm, dass es um sein Leben geht. Die „Bruderschaft“ kennt in der Verfolgung ihrer Ziele keine Gnade.

 

Das Thema ist bestürzend aktuell. Das wird noch verstärkt dadurch, dass große Teile der Handlung in unserer unmittelbaren Umgebung angesiedelt sind. Hans Lehmann ist ein Antiheld und Jedermann, ein Mensch ohne Ehrgeiz und eigentlich auch ohne Mut. In der Rückschau versucht er, mehr über die Biografie vor allem seiner Mutter zu erfahren. Wie wurde sie zur Mitläuferin in den dunklen Jahren? Wie zur Geliebten seines Erzeugers? Hätte er den Mut gehabt, sich gegen das braune Regime zu wehren? Sicher nicht. Er wird auch durch die folgenden turbulenten Ereignisse nicht zu 007.

 

Der Roman ist vom ersten Satz an spannend, dabei versucht der Autor mittels seines Protagonisten sowohl die Menschen jener Zeit zu verstehen als auch die Gefahr des Rechtsradikalismus heute aufzuzeigen. Obwohl fiktiv, bleibt der Roman dadurch sehr wirklichkeitsnah. Hinzu kommt eine angenehme, den einzelnen Situationen angemessene Sprache mit eingestreuten Schilderungen, die zum Lesevergnügen beitragen.

 

Die Zuhörer in der Remise zeigten sich beeindruckt, auch durch den gekonnten Vortrag Plachetkas. Der Abend wird ihnen sicher noch lange im Gedächtnis bleiben.

 

Vorbericht für die Lesung am 06. Februar 2019

mit dem Delmenhorster Autor und Verleger

Erwin Plachetka

Erwin Plachetka Bild: Privat

Dorit Berger

 

Problematisches Erbe

 

 

Am Mittwoch, 6. Februar um 19.30 Uhr in der Huder Klosterremise gehen die Lesungen des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V. in die zweite Runde des noch neuen Jahres. Der Delmenhorster Autor und Verleger Erwin Plachetka wird seinen Roman „Rattenerbe“ vorstellen.

 

Eine Testamentseröffnung reißt Hans Lehmann aus seinem beschaulichen Leben. Nicht nur erfährt er da, dass sein totgeglaubter Vater bis vor kurzem noch sehr lebendig war, dieser Vater, ein nach Argentinien geflüchteter ehemaliger SS-Offizier, vermacht ihm nun einen Teil seines riesigen Vermögens. Allerdings ist dieses Erbe an Bedingungen geknüpft. Sollte er sie nicht erfüllen, geht das Erbe an eine rechtsgerichtete Organisation. Lehmann will mit Neonazis nichts zu tun haben, ihnen andererseits aber auch nicht das Geld überlassen. Ab da wird er in einen Kampf hinein gezogen, der ihn um sein Leben fürchten lässt.

 

Erwin Plachetka ist gebürtiger Delmenhorster. Mit seiner finnischen Frau lebte der heute 70jährige zeitweise in deren Heimatland und erlernte die finnische Sprache. Zurück in Deutschland erlangte er auf dem zweiten Bildungsweg die Fachhochschulreife für Germanistik.

 

Erste Gedichte veröffentlichte er 1967, gefolgt von zahlreichen Kurzgeschichten, Essays und Glossen. Nach einem Fernstudium für Lyrik und Prosa folgten zehn abgeschlossene Romane, Gedichte, Kurzgeschichten und Drehbücher. Heute lebt Erwin Plachetka bei Delmenhorst als Autor und Verleger.

 

Ankündigung in der NWZ

 

Im Januar 2019 startete der FDA Nord mit einer Autorenlesung von Maria Anna Stommel.

Bild: Dorit Berger

 

 

Lesung mit Gesang in der Remise

 

Wie immer am ersten Mittwoch im Monat fand auch dieses Mal die Lesung der Reihe „Literatur in der Remise“ statt, die vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. veranstaltet wird. Zu Gast war dieses Mal die Wildeshauserin Maria Anna Stommel, die Lyrik, Prosa und ihr Akkordeon im Gepäck hatte.

 

Stommel schreibt seit ihrer Kindheit, aber erst vor ein paar Jahren fand sie den Mut, ihre Gedichte zu veröffentlichen. Am vergangenen Mittwoch bekamen die Zuhörer in der Remise Kostproben davon. Inhaltlich kreisen die Gedichte um Daseinserfahrungen, die Umwelt, aber im weitesten Sinne auch um religiöse Themen. Stommel hat u.a. Komposition studiert und ist als Organistin tätig. Da lag es nahe, dass sie einige ihrer Gedichte auch vertont hat und diese mit lyrischer Stimme und Akkordeonbegleitung zu Gehör brachte.

 

Zwischendurch las die Autorin eine Kurzgeschichte vor, in der ein vermeintlicher Geldverlust zu einer fatalen Handlung führte. Sie wage sich erst langsam an die Verfassung von Prosatexten, so die Autorin, die für ihren Versuch ordentlich Beifall bekam.

 

Maria Anna Stommel ist Mitglied der „WORTSTATT“ in Oldenburg genauso wie im FDA Nord. Ihren weiteren literarischen Weg werden wir mit Spannung verfolgen.

 

 

 

Im Januar Jahr 2019 dürfen wir auf

Maria Anna Stommel

gespannt sein.

 

***Start der Lesung am 02.01.19 um 19.30 Uhr.***

 

Bild: Autorenfoto privat

Dorit Berger

 

Lesereihe „Literatur in der Remise“ startet wieder am 2. Januar

 

 

Neues Jahr – neues Mitglied, bzw. neuer Gast! Bereits am Mittwoch, 2. Januar um 19.30 Uhr nimmt der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord e.V. seine Lesereihe „Literatur in der Remise“ wieder auf. Zu Gast ist das „jüngste“ Mitglied des FDA, nämlich die Wildeshauser Lyrikerin Maria Anna Stommel.

 

Im November überzeugte die 65jährige Maria Anna Stommel die Mitglieder des FDA Nord bei ihrer Herbsttagung von ihren Gedichten und wurde als neues Mitglied in den Verband aufgenommen. Am kommenden Mittwoch wird sie sich in der Huder Klosterremise den Zuhörern präsentieren. Wie so häufig bei Autoren zeigte sich ihr literarisches Interesse bereits in der Kindheit und Jugend und führte schon da zu einzelnen eigenen Gedichten. Geschrieben hat sie danach viel – aber immer nur für die Schublade. Erst 2005 begann sie mit dem Gedanken an eine Veröffentlichung zu spielen. Ermutigt durch Prof. Christel Hartingers entstand dann 2017 der erste Gedichtband im Utz-Verlag; noch im selben Jahr ein zweiter im Geest-Verlag.

 

Inhaltlich zeugt Stommels Lyrik von ihrem Studium der Philosophie. Daneben hat sie Schulmusik und Germanistik in Köln studiert und alles jeweils mit Staatsexamen abgeschlossen. Die gebürtige Osnabrückerin ist verheiratet, hat vier Kinder und ist als Chorleiterin und Organistin tätig. Außerdem  engagiert sie sich in der Arbeit mit Behinderten und Senioren.

 

Maria Anna Stommel ist seit 2006 Mitglied der Autorengruppe WORTSTATT in Oldenburg. Außer ihren beiden Gedichtbänden sind ihre Gedichte in verschiedenen Anthologien vertreten

Wie geht es 2020 weiter?

Jeweils von 19.30 bis 21.00 Uhr erleben Sie nachstehend genannte Autorinnen bzw. Autoren:

Datum

Autor

FDA/extern

Thema

08. Januar Detlef Welker FDA

Buchpremiere "Ein Wachshamster

zwischen den Zeiten"

05.Februar      
       
       
       
       
       
       
       
       
       

Was ist eigentlich "Die Remise"?

Die Remise gehört zum 1232 gegründeten Kloster Hude, einer damaligen Zisterzienserabtei. Das Gebäude diente in seinem Ursprung als Wirtschaftsgebäude zum Zweck der Unterstellung von Kutschen und Wagen.

Die Mönche brachten das Kloster damals mit der Herstellung von Töpferwaren, Ziegeln und Textilien zu einigem Wohlstand.

Nach Niedergang und Auflösung des Klosters, kaufte 1687 Kurt Veit von Witzleben das Klostergelände, samt der noch vorhandenen baulichen Anlagen. Das Anwesen ist noch bis heute im Besitz der Familie von Witzleben. Dem im siebzehnten Jahrhundert gegründeten Rittergut, diente die Remise als Pferdestall und später als Garage.

In der heutigen Zeit wird die Remise vom Betreiber der Klosterschänke Hude bewirtschaftet. Hier finden in rustikalem Ambiente Veranstaltungen, wie unsere monatlichen Autorenlesungen statt.

Bild: D.Welker 2019

Das Remisejahr 2018

In der Adventsszeit wieder freudig begrüßter Gast in der Remise:

Am 05.Dezember 2018 - die Autorin Elli Nohr aus Ganderkesee. 

Die Autorin Elli Nohr. Foto: D. Welker

Dorit Berger

 

Heitere Geschichten von einem bäuerlichen Paar aus der Umgebung

 

Die Dezemberlesung der Reihe „Literatur in der Remise“, die vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. allmonatlich an jedem ersten Mittwoch durchgeführt wird, war dieses Mal wieder gut besucht. Die in Ganderkesee lebende Autorin Elli Nohr hatte zu „Heiteren Geschichten“ eingeladen.

 

Die erste dieser Geschichten handelte von einem kleinen Mädchen, das seine Mutter in fürchterliche Verlegenheit bringt nach dem Motto „Kindermund tut Wahrheit kund“, wobei die zufälligen Zuhörer die Harmlosigkeit dieser „Wahrheit“ gar nicht ermessen können.

 

Der dann folgende Geschichtenzyklus um „Hinnerk und Hannchen“, ein bäuerliches Ehepaar aus der Gegend, brachte die Zuhörer in der Remise zum Schmunzeln und Lachen, aber auch zum Nachdenken. Aus heutiger Sicht bildungsfern, erwiesen sich diese beiden Menschen als offen, großherzig und tolerant, allerdings auch schlitzohrig und bauernschlau. Obwohl in den 70er Jahren angesiedelt, ließen sich in den Geschichten  leicht Parallelen zur heutigen Zeit finden.

 

Genau dies war auch Gegenstand der anschließenden Diskussion. Den Zuhörern gefiel auch, wie Hinnerk und Hannchen ihre Differenzen miteinander lösten: indem sie sich Streiche spielten. Die hatten es durchaus in sich, doch war auch immer ein Lachen damit vermacht. So kamen die Teilnehmer zu dem Schluss, noch mehr von Hinnerk und Hannchen hören oder lesen zu wollen. Dies höre sie nicht zum ersten Mal, so die Autorin. Sie betrachte es nun als Anstoß, die Geschichten fortspinnen zu wollen.

 

Damit wünscht das FDA Nord-Team allen Besuchern der Lesungen in der Remise eine schöne Weihnachtszeit und einen glücklichen Jahreswechsel und freut sich auf ein Wiedersehen am 2. Januar 2019.

 

Zum Abschluss des Dichterreigens im Jahr 2018 lädt der FDA Nord Elli Nohr zu einer Lesung ein.

Elli Nor Bild: Detlef Welker

Dorit Berger

 

Im letzten Monat des Jahres „Heitere Geschichten“ in der Remise

 

Auch im letzten Monat des Jahres, am Mittwoch, dem 5. Dezember um 19.30 Uhr, lädt der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord e.V. zu einer Lesung innerhalb der Reihe „Literatur in der Remise“ in die Huder Klosterremise ein. Es wird ein Heimspiel: die FDA-Autorin Elli Nohr hat heitere Geschichten versprochen.

 

Von Kindern und anderen ungewöhnlichen Menschen sollen ihre Geschichten handeln, so die Autorin. Auch soll es keine weihnachtliche Lesung werden, dafür aber sei zumindest Schmunzeln garantiert.

 

Elli Nohr lebt in Ganderkesee und schreibt seit ihrer Schulzeit, zunächst für die Schülerzeitung, später eher journalistisch für eine Fachzeitschrift. Seit einigen Jahren hat sie die Prosa für sich entdeckt und erhielt einige Preise. Dem FDA, für den sie sich stark engagiert, gehört sie seit 2014 an. Wie immer steht die Autorin im Anschluss an die Lesung für Fragen und für Diskussionen zur Verfügung

 

Bild: Dorit Berger

 

 

Lesung mit Überraschung

 

 

 

Sorgte bei ihrer Lesung für Überraschungen: Inge Merkentrup

 

 

Eine Überraschung erlebten die Zuhörer in der Huder Klosterremise bei der Lesung des Monats November mit Inge Merkentrup. Zunächst war alles wie immer: Die Oldenburger Autorin, als Gast der Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. durchgeführt wird, und selbst FDA-Mitglied, gab zunächst einen kurzen Überblick über ihr Schaffen. Es folgte eine kurze Leseprobe aus ihrem letzten Roman „Charlotte v. Stein bittet zum Tee“.

 

Sodann wandte sich Merkentrup ihrem gegenwärtigen Projekt zu, einem Erzählband, der im Januar unter dem Titel „Ein bisschen Marylin und immer Frau“ erscheinen wird und Geschichten außergewöhnlicher Frauen enthält. In der Titelgeschichte erzählt eine ältere Dame ihrer Enkelin und deren Freundin von ihrer Klassenkameradin, einer gewissen Norma Jean, einem ungewöhnlichen Mädchen mit einem ungewöhnlichen Schicksal, ohne dass die beiden Mädchen zunächst wissen, dass es sich dabei um Marylin Monroe handelt. Selbstverständlich ist auch die Granny alles andere als eine Durchschnittsfrau!

 

Auch die zweite Geschichte „Lichtenberg am Fenster“ erzählt von einer älteren Dame. Frisch in den Ruhestand versetzt, versucht sie italienische Vokabeln für ihre nächste Reise zu lernen, doch sie kann sich nicht konzentrieren. Stattdessen beobachtet sie durch das Fenster einen Mann, der wartend vor seinem Auto steht und liest. Dieser entdeckt die Beobachterin und reagiert ungewöhnlich...

 

So weit, so gut. Doch dann bat Merkentrup die Zuhörer um Mitarbeit an einem im Entstehen begriffenen Text um ein Paar, das auf die Trennung zusteuert. Dabei ist die Frau die treibende Kraft. In zwei Sequenzen wird aus der jeweiligen Sicht der Eheleute die Situation beschrieben. Ist die Geschichte verständlich? Wie soll man das Ganze betiteln?

 

Die Zuhörer reagierten überrascht und zunächst etwas zögerlich, um dann mit Reaktionen und Kommentaren dem Wunsch der Autorin zu folgen. So entspann sich eine lebhafte Debatte. Diese ungewöhnliche Fragestunde am Ende der Lesung stellte eine Neuerung für die Zuhörer dar und wird diesen gewiss noch lange im Gedächtnis bleiben.

NWZ Online am 10.11.18

 

 

 

Vorbericht für die Autorenlesung am

 

07.11.2018 mit Inge Merkentrup

Die Autorin Inge Merkentrup Bild: privat

 

 

 

Dorit Berger

 

 

 

Wieder öffnet die Huder Klosterremise am 7. November um 19.30 für die monatliche Lesung des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V. ihre Tür. Die Oldenburger Autorin Inge Merkentrup wird dann Geschichten aus ihrem demnächst erscheinenden Buch vorlesen.

 

 

„Ein bisschen Marilyn und immer Frau“, so der Titel des neuen Buches und dieser Titel ist Programm. Merkentrups Heldinnen geraten in zwar alltägliche, aber dennoch ungewöhnliche Situationen, von denen die Autorin ruhig und gelassen berichtet. Ihre Frauengestalten sind vielfältig, frau kann sich mit ihnen identifizieren. Sieben Geschichten von Frauen in sieben Städten sind in dem Erzählband enthalten und von einigen werden wir hören.

 

Inge Merkentrup stammt aus Oldenburg, das sie nur für ihr Studium der Germanistik, Geschichte und Sozialwissenschaften in Münster verlassen hat. Geschrieben hat sie schon als Teenager. Sie ist Gründungsmitglied des Oldenburger Leseforums und seit 2016 Mitglied des FDA Nord. Den Zuhörern der Lesungen in der Remise ist sie durch ihren Roman „Charlotte von Stein lädt zum Tee“ in guter Erinnerung. Auch durch zahlreiche Kurzgeschichten, die in Hochdeutsch und Platt erschienen sind, hat sie sich einen Namen gemacht.

 

Wie immer steht die Autorin nach der Lesung den Zuhörern für Fragen zur Verfügung.

https://www.nwzonline am 02.11.18

 

Am 03.Oktober begrüßte der FDA Nord, die Huder Krimiautorin, Andrea Wendeln, in der Remise.

Nachstehend der Pressebericht für die Nordwestzeitung.

Die Huder Krimiautorin, Andrea Wendeln, präsentiert ihren Debütroman. Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Kriminelles aus Hude und Umgebung

 

Ulf Rösker heißt der Schuft aus Wardenburg und er ist außerdem auch noch Bürgermeister dieser Gemeinde. „War“ muss es eigentlich heißen, denn er ist mausetot, erschossen an Silvester um Mitternacht, wo bei dem ganzen Geböller ein paar Schüsse nicht auffallen. Ein unbequemer Jahresbeginn für die zierliche, nur 1,59 m große, aber taffe Ermittlerin Heide Rose und ihren neuen Kollegen, den 2-Meter-Mann Peter Grahne. Dass die Beiden sich auch erst aneinander gewöhnen müssen, macht die Ermittlungen nicht leichter.

 

Dieses Grundgerüst der Geschichte kannten die Zuhörer der Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. veranstaltet wird. Vor zwei Jahren hatte Andrea Wendeln, der diesjährige Gast des Monats Oktober in der Huder Klosterremise, die Geschichte vorgestellt. Sie fand so viel Anklang, dass Wendeln der Anregung der Zuhörer nachkam und die Geschichte zum Roman ausbaute. Unter dem Titel „Keine Reue“ ist er nun erschienen.

 

Da die Handlung durch die Kurzgeschichte schon festlag, brauchte sie nur einzelne Szenen auszuschmücken, berichtete Wendeln. So erfuhren die Zuhörer mehr über die einzelnen Persönlichkeiten der Ermittler und des Mordopfers, auch wurden die Handlungsorte genauer beschrieben. Und wie ist einem Menschen zumute, dem langsam dämmert, dass ihm seine Unverfrorenheit nichts mehr nützt und er die Nacht nicht überleben wird?

 

Etwa ein Jahr habe sie gebraucht, um die Geschichte zum Roman umzuschreiben, so Wendeln. Und da die Zuhörer bereits vor zwei Jahren das Serienpotential des Ermittlerteams erkannt hatten, steht der Folgeroman schon kurz vor der Fertigstellung. Nur soviel verriet die Autorin: er wird von Hude aus ins Witte-Moor führen.... Wir dürfen gespannt sein!

 

Krimiautorin Andrea Wendeln aus Hude Bild: privat

Vorbericht zur Lesung am 03.10.2018.

Wir dürfen uns auf Andrea Wendel freuen.

 

Dorit Berger

Lesung in der Remise trotz Nationalfeiertag

 

Der erste Mittwoch im Monat fällt im Oktober auf den Nationalfeiertag. Dennoch findet die Lesung in der Reihe „Literatur in der Remise“, die der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord e.V. organisiert, wie immer um 19.30 in der Huder Klosterremise statt.

 

Die Huder Autorin Andrea Wendeln war schon mehrmals in der Klosterremise zu Gast. Sie las aus ihren Gedichten und Kurzgeschichten, die in mehreren Anthologien erschienen sind. Dieses Mal wird sie ihren ersten Kriminalroman „Keine Reue“ vorstellen.

 

Zum Inhalt: am Neujahrstag wird der beliebte Lokalpolitiker Uwe Rösker in Wardenburg tot aus einem See gezogen. Die Ermittler setzen jedoch in mühevoller Kleinarbeit ein ganz anderes Bild zusammen. Er hatte zahlreiche Affären und vergab Baugenehmigungen nach eigenem Gutdünken. Sann hier jemand auf Rache? Dann taucht eine weitere Leiche auf.....

 

Bereits vor zwei Jahren hat die 1967 in Oldenburg geborene Autorin eine Kurzgeschichte in der Remise vorgestellt, die überaus gut ankam. Vor allem ihr Ermittlerteam Heide Rose und Peter Grahne hatte es den Zuhörern angetan. Dieses Team hätte Serienpotential, so hieß es damals. Andrea Wendeln hat sich das zu Herzen genommen - dem Roman liegt genau diese Kurzgeschichte zugrunde. Man darf gespannt sein, wie sich die Geschichte zum Roman entwickelt hat! Und Heide Rose und Peter Grahne werden weiter ermitteln müssen – der zweite Roman ist bereits in Arbeit.

 

NWZ am 29.09.18

Der FDA-Autor Heinz Zeckel. Bild: Dorit Berger

 

 

Dorit Berger

 

 

 

Von traumatischen Erlebnissen und dem Umgang damit

 

 

 

Vor den Zuhörern der voll besetzten Remise las am vergangenen Mittwoch Heinz Zeckel im Rahmen der Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. veranstaltet wird, vier spannende Geschichten mit autobiografischem Hintergrund.

 

Diese Geschichten hatte der Autor unter das Motto „Die Sache mit der Langeweile – Vom Leben und seinen Herausforderungen“ gestellt. Als Einzelkind mit Geld verdienendem und daher meist abwesenden Vater aufgewachsen, das in der Mutter keinen adäquaten Gesprächspartner fand, erlebte er oft Langeweile. Dieser versuchte er durch die Beschäftigung mit immer neuen Dingen zu entgehen, was regelmäßig nach einiger Zeit misslang. Erst als Erwachsener wurde ihm klar, dass sich hinter der vermeintlichen Langeweile eine vererbte Depression verbarg. Dagegen sind äußere Dinge machtlos.

 

Die Depression stammte aus den Traumata seiner Eltern. Wie der recht neue Zweig der Traumaforschung weiß, können Traumata über Generationen hinweg vererbt werden. So führte die zweite Geschichte mitten hinein in die Erlebnisse seines Vaters im Zweiten Weltkrieg. Der versucht darin mit allen Mitteln die Front in Russland zu verlassen und zu seiner Braut zu gelangen, was auf abenteuerliche Weise auch gelingt. 

 

Doch auch nach seinem Ende verfolgt der Krieg die Menschen, wie Zeckels Vater erfahren muss. Ereignisse, durch die Naivität des jungen Mannes hervorgerufen, entwickeln sich später zu einer lebensgefährlichen Bedrohung. Der nun klüger gewordene Mann kann ihr nur knapp entgehen.

 

Der Reigen endete bei Zeckels eigener Militärausbildung in den sechziger Jahren, der er sich nicht entziehen konnte. Die ganze Absurdität derselben wurde deutlich in den Putz- und Aufräumvorschriften. Da mussten Hemden mit einer DIN A 4 – Pappeinlage gefaltet und gestapelt werden, und wehe, die Hemden lagen nicht kantengerade im Spind! Doch ein Stubenkamerad unterlief oft das Reglement, häufig auf Kosten seiner Kameraden, was ihn nicht gerade beliebt machte. Die Absurdität der „Vorbereitung auf den Ernstfall“ wurde aber gerade hierin deutlich.

 

Die Zuhörer folgten der Lesung mit konzentrierter Aufmerksamkeit. Ihr Nicken an verschiedenen Stellen der Texte zeigte, dass sie einige Situationen wohl auch aus eigenem Erleben kannten. Überlegungen wurden laut, wie man mit Menschen umgehen sollte, die heute die Grausamkeiten eines Krieges und Flucht und Vertreibung erlebt haben. Ihrer Traumata muss man sich annehmen, sonst werden sie die kommenden Generationen belasten. Der Autor, der trotz des ernsten Themas immer wieder auch humorvolle Passagen eingeflochten hatte, wurde mit entsprechendem Beifall belohnt.

 

Nordwestzeitung 08.09.2018

Vorbericht für die Autorenlesung am

 

05.09.2018 mit Heinz Zeckel

Heinz Zeckel Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Vom Leben und seinen Herausforderungen

 

Ein Einzelkind, das im vordigitalen Zeitalter aufwächst, hat immer wieder dumpfe Gefühle und weiß nicht warum.

Ein Wehrpflichtiger der 60er Jahre versucht, die Absurditäten der damaligen Militärausbildung mit stoischer Gelassenheit zu nehmen und gerät dennoch an die Grenzen seiner Toleranz.

 

Wen solche Sätze aufhorchen lassen, der sollte sich am kommenden Mittwoch, 5.9.18 um 19.30 in der Huder Klosterremise einfinden. Dort wird ihn oder sie Heinz Zeckel erwarten, ein alter Bekannter der Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. veranstaltet wird.

 

Unter dem Titel „Die Sache mit der Langeweile“ setzt sich der bekannte Autor mit den Grundfragen des Lebens auseinander, wie z.B.: Können wir ein inneres Problem wie Langeweile durch äußere Dinge lösen? Wie werden wir mit widersprüchlichen Gefühlen fertig? Wie mit Angst und Aggression? Dazu liest Zeckel vier spannende Geschichten aus seinem Leben und dem seiner Eltern. Sie alle handeln von verschiedenen Herausforderungen des Lebens, die unsere ganze Kraft und Intelligenz beanspruchen.

 

Heinz Zeckel studierte Sprachen und war Lehrer an verschiedenen Gymnasien auf der Schwäbischen Alb, bevor es ihn nach Bad Iburg verschlug. Er lebte fünf Jahre in Saudi-Arabien und machte nach seiner Pensionierung eine mehrmonatige Weltreise. Der heute 73jährige schreibt Kurzgeschichten und Gedichte.

Nordwestzeitung 31.08.2018

01.August 2018
 

Ein gelungener Abend in der Remise der Klosterschänke Hude.


Ulrike Noltenius aus Osnabrück und Detlef Welker aus Hude

Welker, Noltenius (v.l.) Bild: Dorit Berger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorit Berger

 

Lesung in der Remise offenbarte unbändige Lust an der Sprache

 

Ein abwechslungsreiches Programm boten Ulrike Noltenius aus Osnabrück und Detlef Welker aus Hude den zahlreichen Zuhörern am vergangenen Mittwoch in der Huder Klosterremise. In der Reihe „Literatur in der Remise“, die vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. allmonatlich durchgeführt wird, sind die Beiden eine feste Größe mit einem wachsenden Stamm von Fans.

 

Beide Autoren sind langjährige Mitglieder des FDA, beide schreiben sowohl Lyrik wie Prosa und fanden vor ein paar Jahren mit ihren Texten zusammen. Detlef Welker setzt seine und die Texte Noltenius' musikalisch um und beide singen, denn es gibt Texte, die verlangen danach, gesungen zu werden!

 

Davon konnten sich die Zuhörer in der Remise überzeugen. Laute und leise Texte wurden von beiden gesungen und gesprochen. Bei beiden Autoren wurde eine unbändige Lust an der Sprache hörbar, etwa in Ulrike Noltenius Märchenneufassung vom emanzipierten Dornröschen. Dort stehen leicht altertümelnde, feierliche Sprache unmittelbar neben schnodderigem Jugendidiom, was einen starken Reiz auf die Lachmuskeln ausübt. Und wenn Detlef Welker seine zungenbrecherischen Geschichten von den Bergzwergen in Zwergbergen und Putten in kaputten Puttenkappen erzählt, ohne sich zu verhaspeln, dann hat das etwas Akrobatisches an sich.

 

Das Programm endete schon fast traditionell mit Welkers „Hymne“ auf die Huder Umgebung „Von Oberdödeldörpenfeld...“, die viele Zuhörer bereits mitsingen können.

 

Am Ende der Veranstalter wollten die Zuhörer wissen, wie so eine Zusammenarbeit funktioniert. Beide Autoren sprachen davon, wie überraschend es sei, die eigenen Texte vom Gegenüber interpretiert zu hören. Dadurch würde ein neuer Blick auf die eigene Arbeit möglich, hieß es.

 

Reichlich verdienter Applaus belohnte die beiden Darbieter und so waren am Ende allerseits vergnügte Gesichter zu sehen. Noltenius und Welker haben fest versprochen, wieder zu kommen.

 

Am Mittwoch, den 06.06.18 war Martin Haas aus Vechta zu Gast in der Remise.

 

Der Vechtaer Autor Martin Haas. Bild: Detlef Welker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorit Berger

 

Lyrische Sprachspielereien in der Remise

 

Schon zum dritten Mal war Martin Haas zu Gast in der Reihe „Literatur in der Remise“, die der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) allmonatlich in der Huder Klosterremise veranstaltet. Las er in der Vergangenheit Prosa, so entführte er diesmal seine Zuhörer in den lyrischen „Zauberkreis des Lebens“.

 

Wie alle seine Werke waren auch seine Gedichte stark autobiografisch geprägt. Um die Zuhörer nicht zu überfordern, erzählte er zunächst frei aus der Erinnerung, um dann durch die Gedichte das eben Gehörte lyrisch in Form zu bringen. Dabei wurde Haas' Freude an der Sprache hörbar: die Achterbahnfahrt der Kinder mit ihrem Auf und Ab wurde erlebbar, doch auch das Liebesgeflüster einiger Vögel gab er lautmalerisch wieder. Der Jugendliche   freute sich an philosphischen Texten, indem er sich die Namen vornahm: der Freigeist Friedrich Nie-tz-sche zischte durch seinen Text, während der logische und ordentliche Immanuel Kant „kantengerade erkannt“ wurde. Reife, Schwermut und Alter rundeten den Lebenskreis ab.

 

Martin Haas erzählte von seinen Vorbildern: seinem Vater, einem wortgewaltigen Prediger, und einem Lehrer, der Geschichten Leben einzuhauchen vermochte, weckten in ihm den Wunsch, es ihnen gleich zu tun. Das gelang Haas erst nach seiner Pensionierung. Was viele jedoch nicht wissen: Martin Haas gehört zur fast ausgestorbenen Gattung der Universalgelehrten, sein enormer Wissens- und Erfahrungsschatz bildet die Grundlage seiner Werke. Und selbst jetzt ist sich der fast Achtzigjährige aus Vechta nicht sicher, ob er wieder studieren oder lieber schreiben soll....

 

Diese Frage war für die Zuhörer schnell geklärt: selbstverständlich soll er schreiben und erzählen. Sie freuten sich über den gelungenen Abend und bedankten sich entsprechend beim Autor.

 

Der nächste Abend findet erst wieder im August statt, im Juli geht der FDA Nord in die Sommerpause und wünscht allen Zuhörern bis dahin eine gute Zeit.

Vorbericht für die Lesung am 06.06.18

 

mit Martin Haas.

Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Im Zauberkreis des Lebens

 

Am Mittwoch, dem 6. Juni öffnet die Huder Klosterremise wieder ihre Türen für die Lesereihe „Literatur in der Remise“. Die Lesereihe wird vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. veranstaltet und findet am jeweils 1. Mittwoch des Monats statt.

 

Gast des Monats Juni ist Martin Haas, den Zuhörern wohlbekannt. Dieses Mal hat er einen Lyrik-Abend mit dem Motto „Im Zauberkreis des Lebens“ im Gepäck. Seine Gedichte wollen den Zuhörer durch die Phasen des Lebens begleiten.

 

Es geht, so Martin Haas, „von den Kinder- und Narrenspielen zum ersten Liebeserwachen in der Jugendzeit, von den Träumen des erwachsenen Dichters zur Schwermut am Ende des Lebens und der Tiefenschau des gereiften Mannes.“ Seine Lyrik sei auch eine Sensibilisierung für die Klangwelt der Natur, ein Hörerlebnis mit Vogelstimmen und Farbenflöten des Frühlings, Regensilberschauern und Märchengemurmel, Windgeflüster und Geisterstimmen, lässt sich der Autor vernehmen.

 

Martin Haas wurde im Ammerland geboren und nach dem Studium der evangelischen Theologie Gemeindepfarrer in verschiedenen Kirchengemeinden. Neben theologisch-wissenschaftlichen Arbeiten schreibt er Lyrik und biografische Erzählungen, ist Mitglied im FDA und macht Autorenlesungen im weiteren Umfeld seines Wohnortes. Er lebt derzeit in Vechta.

 

Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.

 

02. Mai 2018; 19:30 Uhr
 

Zu Gast in der Remise: der FDA-Autor

 

Rainer Kaune aus Bassum 

Der Autor Rainer Kaune. Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Eine männliche Domäne: die humoristische Hochliteratur

 

Ist die deutsche Hochliteratur humorlos? Mitnichten! Dies zu beweisen, trat der Autor und Rezitator Rainer Kaune aus Bassum am vergangenen Mittwoch in der Huder Klosterremise an. In der vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. organisierten Reihe „Literatur in der Remise“ gelang ihm dies vortrefflich.

 

Beginnend mit dem Schriftsteller, Physiker und Philosophen Georg Christoph Lichtenberg aus dem 18. Jahrhundert über Johann Wolfgang v. Goethe, Heinrich Heine, Wilhelm Busch, Hermann Löns, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz endete der Streifzug durch etwa 200 Jahre humoristische Literatur bei Kurt Tucholsky, ergänzt durch eine Würdigung humoristischer Texte durch Albert Einstein. Die von Rainer Kaune exzellent vorgetragenen Textbeispiele gewannen an Tiefe durch den jeweiligen biografischen Hintergrund des entsprechenden Autors, den Kaune ebenfalls lebendig zu vermitteln wusste.

Da versteckte sich ein tragisches Schicksal hinter Ironie, große Verletzlichkeit hinter teils grobem Humor und tiefe Frömmigkeit hinter absurden Gedanken- und Sprachspielereien. Die starke Annäherung Kaunes an „seine“ Autoren war deutlich spürbar.

 

Im anschließenden Gespräch mit dem Rezitator kam die Frage auf, ob es womöglich auch humoristisch schreibende Damen in der besagten Zeit gegeben hat. Dies musste leider verneint werden. Frauen hatten es in dieser Epoche ohnehin schwer, als Literatinnen zu glänzen und wären möglicherweise mit humoristischen Texten noch weniger ernst genommen worden.

 

Während Rainer Kaunes gesamten Vortrags war das Lächeln und Lachen nicht aus den Gesichtern der Zuhörer in der voll besetzten Remise gewichen. Entsprechend stark fiel der verdiente Beifall aus.

 

Am 04.April 2018 las die Berner Autorin

 

Alexandra Schwarting

Alexandra Schwarting, bild: privat

Dorit Berger

 

„Literatur in der Remise“ feiert 10jähriges Bestehen

 

Als Gast las Alexandra Schwarting aus Berne

 

Seit mittlerweile 10 Jahren findet an jedem ersten Mittwoch im Monat in der Huder Klosterremise eine Lesung statt, die vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.V. organisiert wird. Unter dem Namen „Literatur in der Remise“ feierte sie am vergangenen Mittwoch ihr 10jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass gab es für die Zuhörer  zunächst einen kleinen Sektempfang, bevor die Lesung mit Alexandra Schwarting vom Oldenburger Leseforum begann.

 

Die junge Autorin und gelernte Hotelfachfrau aus Berne betreibt zusammen mit ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Wesermarsch. Als sie vor etwa zwei Jahren ganz spontan zu schreiben anfing, siedelte sie die Handlungen ihrer Romane ganz bewusst in diesem Umfeld an. Es ist ihr Anliegen, hier ein realistisches Bild der Anforderungen und Probleme zu vermitteln, sozusagen Öffentlichkeitsarbeit in Romanform.

 

Schwarting las aus ihrer Trilogie „Im Mantel von Rosmarin und Lavendel“ - einer Liebesgeschichte – mit klarer, flüssiger Sprache, lebhaftem Ausdruck und spürbarem Engagement. Ihre Schilderungen sind natürlich und gut beobachtet und die Problemstellungen glaubhaft. Nirgendwo hat man das Gefühl, sich in einem Roman zu befinden.

 

Sie schreibe wie in einem Rausch, sagt die Autorin und das muss wohl so sein, denn sie hat in den zwei Jahren seit ihrem Schreibbeginn erfolgreich insgesamt vier Romane veröffentlicht. Vermutlich werden das nicht ihre letzten sein. Es gab verdientermaßen viel Applaus am Ende der Lesung.

 

Schwartings gebannt lauschendes Publikum, Bild: Dorit Berger

   

Historie der Remiselesungen

Im Jahr 2019 lasen:

Maria Anna Stommel, Erwin Plachetka, Barbara Devalle,

Markus Tönnishoff, Karl-Heinz Knacksterdt, Nicoleta Craita Ten'o,

Anita Jurow-Janßen, Ulrike Noltenius und Detlef Welker, Elli Nohr,

Christine Metzen-Kabbe, Andrea Wendeln.

 

Im Jahr 2018 lasen:

Manfred Brüning, Ilka Silbermann, Christine Metzen-Kabbe, Alexandra Schwarting, Rainer Kaune, Martin Haas, Ulrike Noltenius und Detlef Welker, Heinz Zeckel, Andrea Wendeln, Inge Merkentrup, Elli Nohr.

 

Im Jahr 2017 lasen:

Inge Ried und Detlef Welker, Ilka Silbermann, Christine Metzen-Kabbe, Wolfgang Melzer, Marina Kushnir, Winfried Behlau, Ulrike Noltenius und Detlef Welker, Hanna Seipelt und Marlies Peters, Elisabeth Drab, Elli Nohr.