1975 - 2015 - 40 Jahre Freier Deutscher Autorenverband Landesverband Nord e.V.
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Literatur in der Remise - seit 2008 -

Von Krimhild Stöver und Ingrid Blohm (Pseudonym Inge Ried) wurde im Jahr 2008 eine an jedem ersten Mittwoch im Monat wiederkehrende, von 19.30-21.00 Uhr stattfindende Autoren-Lesung von jeweils bis zu drei (wechselnden) FDA-Autoren ins Leben gerufen.

Aktuell wird die Remise von Ingrid Blohm und Dorit Berger betreut. Den Kontakt zur Presse hält unser Mitglied, Frau Dorit Berger in Händen.

 

Die Lesungen finden in der "Remise" statt.

Die Remise, direkt neben der "Klosterschänke" in Hude gelegen, gehört zum Bereich des ehemaligen Huder Zisterzienserklosters.

Der örtliche Rahmen ist für bis zu zwanzig Gäste gedacht und sehr ansprechend gestaltet.

Auch die Presse besucht diese Veranstaltungen gern und berichtet entsprechend.

 

Nach den Lesungen gibt es -bei dem ein oder anderen Getränk- immer wieder zwanglose Diskussionen mit den Autorinnen bzw. Autoren. In der kalten Jahreszeit immer auch gern am prasselnden Kaminfeuer.

 


Autoren, die Interesse haben aus ihren Werken vorzutragen, werden gebeten, sich mit Ingrid Blohm unter

 

literatur-remise@web.de

 

in Verbindung zu setzen.
 

 

Was ist eigentlich "Die Remise"?

 

Die Remise gehört zum 1232 gegründeten Kloster Hude, einer damaligen Zisterzienserabtei. Das Gebäude diente in seinem Ursprung als Wirtschaftsgebäude zum Zweck der Unterstellung von Kutschen und Wagen.

Die Mönche brachten das Kloster damals mit der Herstellung von Töpferwaren, Ziegeln und Textilien zu einigem Wohlstand.

Nach Niedergang und Auflösung des Klosters, kaufte 1687 Kurt Veit von Witzleben das Klostergelände, samt der noch vorhandenen baulichen Anlagen. Das Anwesen ist noch bis heute im Besitz der Familie von Witzleben. Dem im siebzehnten Jahrhundert gegründeten Rittergut, diente die Remise als Pferdestall und später als Garage.

In der heutigen Zeit wird die Remise vom Betreiber der Klosterschänke Hude bewirtschaftet. Hier finden in rustikalem Ambiente Veranstaltungen, wie unsere monatlichen Autorenlesungen statt.

 

Wo befindet sich die Remise?

Adresse: Von-Witzleben-Allee 3, 27798 Hude (Oldenburg),

direkt neben dem Restaurant "Klosterschänke".

 

Gebührenfreie, öffentliche Parkplätze befinden sich hinter der Wassermühle

(1 min Fußweg). 

Wie geht es 2022 weiter?

Jeweils von 19.30 bis 21.00 Uhr erleben Sie nachstehend genannte Autorinnen bzw. Autoren:

 

Datum

Autor

FDA/extern

Thema

05. Oktober 2022 Heinz Zeckel FDA n.n.
02. November 2022 Maria Anna Stommel FDA Lyrik/Kurzprosa
07. Dezember 2022 Inge Ried FDA Dezemberträume
Karl-Heinz Knackstert Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Lesung in kleiner Runde mit intimer Atmosphäre

 

Ob es an den angekündigten Gewittern lag – die dann nicht eintrafen – oder an anderen Gründen: der Zuhörerzustrom hielt sich vergangenen Mittwoch während der Lesung des Oldenburger Autors Karl-Heinz Knacksterdt in der Huder Klosterremise in Grenzen. Der Autor, der moralische Unterstützung von seiner Frau erhielt, wusste diesen Umstand jedoch zum Vorteil zu nutzen. Es entstand eine kleine Runde mit intimer Atmosphäre, in der der vorgetragene Text und das anschließende Gespräch mit dem Autor besonders zur Geltung kamen.

 

Knacksterdt las aus dem ersten Band seiner als Trilogie angelegten Romane um eine junge und fähige Oldenburger Kriminalkommissarin „Gescheiterte Pläne“, in dem es eigentlich um eine gescheiterte Zweier- bzw. Dreierbeziehung geht, aber letztendlich eben auch um Mord. Ein gut situierter Mann in der sogenannten „besten Jahren“ erliegt auf einer Urlaubsreise den Verführungskünsten einer sehr attraktiven jungen Frau, heiratet sie und hat ein Kind mit ihr, das die Mutter aber ablehnt. Sie wendet sich dem neuen Mitarbeiter der gemeinsamen Firma zu. Es folgen Scheidung und Neuverheiratung, Ehemann Nr. 2 wird in das gemeinsame Leben aller integriert, bis – ja, bis er eines Tages tot in der Badewanne liegt. Natürlich steht der Protagonist unter Generalverdacht und wird, da er schweigt, auch schuldig gesprochen. Nun kommt die junge Kommissarin ins Spiel....

 

Die Szenen im Roman wirken sehr lebendig und realistisch, da Knacksterdt zum Teil auch eigene Eindrücke einfließen lässt (er ist aber mit seiner Frau seit  60 Jahren verheiratet). Alle Figuren sind erfunden, jedoch hat er beispielsweise die Urlaubsreise nach Ägypten und in die Wüste, in der die Protagonisten sich kennen lernen, selbst erlebt. Wenn er daher z.B. vom überwältigenden sternenübersäten Nachthimmel der Wüste berichtet, so spricht er aus eigener Erfahrung.

 

Die Lesung war spannend aufgebaut, ohne jedoch wesentliches zur Tat oder zum Tathergang zu verraten. Klar war eigentlich nur, dass die handelnden Personen nahezu alle ganze Achterbahnen der Gefühle durchliefen. Die Zuhörer zeigten sich hoch zufrieden und waren sehr gespannt auf die Auflösung. Karl-Heinz Knacksterdt versprach, auch aus den anderen Romanen bei Gelegenheit vorzulesen. Wir freuen uns deshalb auf ein Wiedersehen und -hören mit ihm.

 

Die Reihe „Literatur in der Remise“ wird veranstaltet vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA Nord) und findet jeden ersten Mittwoch im Monat in der Huder Klosterremise statt. Im Oktober wird der wohlbekannte FDA-Autor Heinz Zeckel zu Gast sein.

 

Am 07.09.22 liest Karl-Heinz Knacksterdt aus seinem Roman "Gescheiterte Pläne"

-Vorbericht-

Oldenburger Autor Karl-Heinz Knacksterdt Bild: privat

 

Dorit Berger

 

Oldenburger Autor Karl-Heinz Knacksterdt zu Gast in der Remise

 

Am Mittwoch, dem 7. September 2022 um 19.30 Uhr öffnet die Huder Klosterremise wieder ihre Türen zur Lesungsreihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich vom freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord durchgeführt wird. Zu Gast ist dieses Mal der Oldenburger Autor Karl-Heinz Knacksterdt, der vielen Zuhörern kein Unbekannter ist.

 

Knacksterdt schreibt derzeit Krimis, die in Oldenburg spielen und wird aus seinem Roman „Gescheiterte Pläne“ lesen. Ein Mann in den sogenannten besten Jahren verliebt sich im Urlaub in eine wesentlich jüngere, sehr attraktive Frau, heiratet sie und hat ein Kind mit ihr, das allerdings von der Mutter nicht geliebt wird. Ein neuer Kollege in der gemeinsamen Firma wird ihr neuer Lover, es folgen Scheidung und Neuvermählung. Der neue Ehemann wird in das Leben aller integriert – bis er ermordet wird.  Der Protagonist (der erste Ehemann) gerät unter Verdacht und wird festgenommen. Er schweigt und wird verurteilt. Doch in der Revision wird der wahre Täter durch eine junge, fähige Kommissarin ermittelt und der Protagonist aus der U-Haft entlassen. Ein Krimi? Ja, nein, vielleicht, sagt der Autor. Es könnte genauso gut ein Roman über Zweierbeziehungen sein, ein interessanter Ausgangspunkt also. Der Roman bildet den Anfang einer Serie mit der jungen Kommissarin, die alle in Oldenburg spielen.

 

Karl-Heinz Knacksterdt, Jahrgang 1941, ist gebürtiger Hildesheimer und ist auch dort aufgewachsen. Beruflich war er als IT-Spezialist für Anwendungssoftware in verschiedenen Unternehmungen tätig. Er ist seit 55 Jahren mit seiner Frau Amelie verheiratet, hat zwei  erwachsene Kinder und zwei Enkel. Lange Zeit war er als Ältester und Lektor in einer Kirchengemeinde tätig.

 

Zu schreiben begann er 2014 und hat inzwischen mehrere Werke veröffentlicht, die auch durch seine ehemalige berufliche Tätigkeit inspiriert waren. Wir können uns also auf einen spannenden Abend freuen!

 

 

 

 

 

 

Gescheiterte Pläne – ein Oldenburg-Krimi
Der Autor:

Karl-Heinz Knacksterdt, August-Schwettmann-Straße 4, 26125 Oldenburg


Tel.: 0441-601969
E-Mail: khkold@ewe.net – Homepage https://www.khkold-autor.jimdo.com

 

 

 

Das Buch:
„Gescheiterte Pläne“ – Ein Oldenburg-Krimi
212 Seiten Paperback 12,00 €
ISBN 978-3752-64295-7
Erschienen 2020 bei BoD Books on Demand Norderstedt

Zum Inhalt:
„Gescheiterte Pläne“ ist nicht nur ein Krimi, es ist eigentlich (oder auch, oder auch nicht?) eine Liebesgeschichte, eine Lovestory zwischen einem gutsituierten 50er und einer äußerst attraktiven Frau um die fünfundzwanzig. Sie lernen sich auf einer Urlaubsreise nach Ägypten kennen und lieben. Ja, es gibt eine gemeinsame Zukunft mit Vermählung und Kind. Das Kind ist zunächst das Problem, ohne darauf Einfluss haben zu können: Es wird von der Mutter nicht geliebt.
Ein neuer Kollege in der Firma des Protagonisten wird zu dessen Konkurrenten. Die Frau wohnt bei ihrem neuen Lover, lässt sich scheiden, das Kind wird zum Zankapfel zwischen den Eltern. Der neue Mitarbeiter wird nicht nur in die gemeinsame Firma, sondern auch in ihr Leben als neuer Ehemann integriert. Bis er irgendwann ermordet wird, auf eine besonders hinterhältige Weise.

Gescheiterte Pläne.
Vorhaben, die nicht ausgeführt werden können.
Vertrauen, das schändlich missbraucht wird.
Misstrauen, Hass, Ehebruch – und schließlich ein Mord.

Wer ist der Täter? Der Protagonist wird mit dem Mord konfrontiert, als Tatverdächtiger wird er festgenommen. Schweigt. Wird als Täter verurteilt. In der Revision wird der wahre Täter durch neue, umfangreiche Recherchen einer fähigen jungen Kommissarin ermittelt, unser Protagonist wird nach langer U-Haft in die Freiheit entlassen.

Ein Oldenburg-Krimi, der mit vielen liebevoll gezeichneten Details und einfühlsamen Szenen in den Zweierbeziehungen aufwartet.
 

Die erste Lesung nach der Sommerpause 2022

Zu Gast in der Remise: Frerich Ihben

Der Autor Frerich Ihben Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Literarische Zeitreise im Kloster Hude

 

Am vergangenen Mittwoch, dem 3.August, öffnete die Huder Klosterremise ihre Pforten wieder für die vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord organisierte Reihe „Literatur in der Remise“. Gast war dieses Mal der aus dem nahen Umfeld Oldenburgs stammende Autor Frerich Ihben, der aus seinem Buch „Magdas Weg“ las.

 

Der Roman spielt im frühen 16. Jahrhundert, die Wirren der Reformation wirken noch nach. Das Kloster der Mönches Clemens in Ostfriesland ist zerstört worden. Deshalb begibt er sich auf eine Wanderung zum Stammkloster des Zisterzienserordens in Clairvaux, doch die Reise verläuft anders als geplant. Er trifft das Mädchen Magda, das auf der Flucht vor Gewalt ist. Ihr Stiefvater wollte sie in die Familie eines Abdeckers verkaufen, wurde aber auf dem Weg dorthin umgebracht. Magda wurde mit einem entstellten Gesicht geboren, etwas, was ihr zur damaligen Zeit so gut wie keine Chance gab. Clemens nimmt sie mit zum Kloster Hude, sucht dort für sie eine Bleibe und findet sie beim Braumeister und seiner Familie. Er selbst will weiter wandern, doch ein körperlicher Zusammenbruch hindert ihn daran. Magda aber findet bei herzlichen Menschen Halt und eine neue Heimat.

 

Frerich Ihben schildert die gesellschaftlichen Zustände des frühen 16. Jahrhunderts bildhaft und eindrücklich: die alltägliche Gewalt, die Aufweichung der Klosterregeln – Mönche hatten nun Familien - die hygienischen Verhältnisse. Ein sauberer Brunnen war selten. Vom Mangel an Bildung ganz zu schweigen; dem Aberglauben waren Tür und Tor geöffnet. Nein, man möchte aus heutiger Sicht nicht in dieser Zeit gelebt haben....

 

Und doch schafft der Autor es, den Leser, bzw. Zuhörer in die Geschichte hinein zu ziehen. Er erzählt schnörkellos und mit viel Sympathie für seine Protagonisten. Die historischen Verhältnisse haben im Kloster Hude so tatsächlich stattgefunden, nur die handelnden Personen sind fiktiv. Dies alles auf dem Gelände des Klosters zu hören, war ein besonderes Erlebnis. Die Recherche dazu habe ihm viel Spaß gemacht, sagt Ihben, doch sie war auch sehr zeitaufwändig.

 

Frerich Ihben wird der Klosterremise treu bleiben. Im März 2023 wird er dort einen neuen Roman vorstellen, der das Thema Hugenotten hat und den er zusammen mit seiner Frau geschrieben hat. Wir freuen uns schon jetzt darauf.

Vorankündigung der Autorenlesung mit Frerich Ihben

Der Autor Frerich Ihben Bild: privat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorit  Berger

 

Spannende Reise zu bislang unbekannten Zielen

 

Nach der Sommerpause startet der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord am kommenden Mittwoch, dem 3.8.22 um 19.30 Uhr seine Lesereihe „Literatur in der Remise“

in der Huder Klosterremise. Der norddeutsche Autor Frerich Ihben stellt den Zuhörern dabei seinen neuen Roman „Magdas Weg – Das Mädchen und der Mönch“ vor.

 

Das frühe 16. Jahrhundert wurde geprägt von der Ereignissen der Reformation. Der Mönch Clemens aus dem Kloster Ihlow kehrt dem nunmehr protestantischen Ostfriesland den Rücken. Er will nach Clairvaux, wo sich die Primarabtei seines Zisterzienserordens befindet. Doch schon zu Beginn seiner Wanderschaft gerät er bei einem Aufenthalt in einer abgelegenen Hütte in Verzug. Dort trifft er Magda, ein Landmädchen in einer Notsituation. Er nimmt sie mit zum Kloster Hude, doch dort wird aus der geplanten kurzen Rast eine lange Zeit mit einschneidenden Erfahrungen. Erst nach Jahren kann er seine Wanderung fortsetzen. Magda aber bleibt und das Umfeld des Klosters wird zu ihrer neuen Heimat. Umgeben von verlässlichen Menschen kann sie wieder Halt und Struktur in ihrem Leben finden.

 

Der knapp 70jährige Autor hat erst nach seiner Pensionierung zur Schriftstellerei gefunden und fühlt sich von seiner Frau inspiriert, die zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Kinderbücher veröffentlicht hatte. Nun hatte er die Zeit, sich um die aufwendige Recherchearbeit zu kümmern, die beim Genre „Historischer Roman“ unerlässlich ist. Für ihn ist das eine spannende Reise zu bislang unbekannten Zielen. Die historischen Ereignisse seiner norddeutschen Heimat und ihrer Menschen finden sein besonderes Interesse. Er möchte Bekanntes und Verborgenes in einer fiktiven Geschichte neu erzählen und dabei die historischen Momente aus einer neuen Perspektive beleuchten.

 

Es wird sicher sehr interessant, der Erzählung um das Kloster Hude in genau dieser Umgebung zu lauschen. Selbstverständlich steht Frerich Ihben nach der Lesung für Fragen der Zuhörer zur Verfügung.

*Letzte Lesung vor der Somerpause*

 

Am 01.06.2022 las Elli Nohr

in der Remise.

Lesen sie dazu den nachstenden Bericht!

Die Autorin Elli Nohr. Bild: Ingrid Blohm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorit Berger
 

Wie die Welt wahrgenommen wird


Jeden ersten Mittwoch im Monat veranstaltet der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord e.V. eine Lesung in der Huder Klosterremise.Unter dem Titel „Wahrnehmungen“
brachte am vergangenen Mittwoch, 1.6.22, Elli Nohr verschiedene Geschichten zu Gehör. Dabei ging es darum, wie verschiedene Personen und Tiere unsere Welt und Umwelt aus ihrer ganz eigenen, speziellen Situation heraus wahrnehmen. Entsprechend unterschiedlich waren die Ergebnisse.

 

Wie erlebt zum Beispiel ein hilfloser alter Mann die geistige Wiederbegegnung mit seinem einzigen Freund in der Kindheit, einem großen Kolkraben? Wie erlebt eine alte kranke Frau, die sich selbst völlig verloren hat, ihre Umwelt? Eine kleine Katze entdeckt die Welt auf ihre Art bei ihrem ersten Freigang und staunt nicht schlecht über die vielfältigen neuen Eindrücke, während ihre Besitzerin darüber staunt, dass eine Katze staunen kann. Und
schließlich lauscht ein Seemann den Erzählungen eines anderen Seemanns über die magischen Inseln und lächelt über den Aberglauben der Seefahrer, bis ein Bild seine Überheblichkeit zu Fall bringt. Was ist wahr? - Die ZuhörerInnen waren gerne bereit, der Autorin in die verschiedenen Welten zu folgen und damit ihre eigene Wahrnehmung zu erweitern.


Die über 70jährige Autorin aus Ganderkesee schreibt seit Jahren und hat für ihre Geschichten etliche Preise gewonnen. Sie ist in Anthologien vertreten, hat in Eigenregie eine CD herausgebracht, die bei ihr erhältlich ist, sowie an literarischen Projekten teilgenommen. Seit 2014 ist sie Mitglied des FDA Nord und seit 2017 dessen 1. Vorsitzende.
 

Der FDA Nord geht im Juli in die Sommerpause. Am 3. August meldet er sich mit dem Autor Frerich Ihben zurück, der dann aus seinem Roman „Magdas Weg“ lesen wird.

Die Autorin Elli Nohr Bild: Detlef Welker

Dorit Berger

 

Lesung in der Remise zum Thema „Wahrnehmungen“

 

Am Mittwoch, dem 1. Juni öffnet der Freie Deutsche Autorenverband (FDA Nord e.V.) wieder um 19.30 Uhr seine Pforten in der Huder Klosterremise. In der Reihe „Literatur in der Remise“ wird dieses Mal Elli Nohr aus Ganderkesee, Mitglied im FDA, zum Thema „Wahrnehmungen“ lesen.

 

Wir alle nehmen die Welt um uns wahr, doch wie, das kommt sehr stark auf den Wahrnehmenden an. Alter, Gesundheit, Zeit und soziale Umstände wirken stark auf die Wahrnehmung ein, weshalb selten zwei Menschen die selbe Situation auch gleich erleben und beschreiben. Und dann gibt es ja auch noch unsere Mitgeschöpfe: wie nehmen Tiere die Welt wahr und können sie darüber mit uns kommunizieren? Zu diesem Thema sind von Elli Nohr verschiedene Geschichten entstanden, die sie uns am Leseabend präsentieren wird. Selbstverständlich ist im Anschluss eine Diskussion möglich und gewünscht.

 

Elli Nohr schreibt seit ihrer Schulzeit. Nachdem sie viele Jahre ausschließlich im Sachbereich und journalistisch tätig war, widmet sie sich seit einigen Jahren erfolgreich der Belletristik.

Elisabeth Drab, Bild: Dorit Berger

www.nwzonline

Dorit Berger

 

Sprachliche Kostbarkeiten in der Remise

Elisabeth Drab gab Einblicke in ihr lyrisches Schaffen

 

„Momente der Lyrik“ brachte die Oldenburger Autorin Elisabeth Drab am vergangenen Mittwoch in der Huder Klosterremise zu Gehör. In der Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord veranstaltet wird, nahm sie die HörerInnen mit auf eine Reise durch ihr gesamtes bisheriges Schaffen und stellte auch ihr neuestes Buch „Blicke trieben schwerelos“ vor.

 

Die Berufsschullehrerin, die mehrere Instrumente spielt und ihre Gedichte zum Teil selbst vertont, trug etliche davon auch zu Gitarrenbegleitung vor. Sie könne gar nicht komponieren, meinte Drab. Dafür bilden bei ihr Text und Musik allerdings eine erstaunliche Einheit. So gab es denn ein Wiederhören mit bereits bekannten Texten und Liedern (Drab war nun das achte Mal in der Remise!). Lächelnd erzählte die Autorin, sie habe einmal ein Langgedicht probieren wollen, um dann nie wieder eines in dieser Form zu schreiben. Da sie sich dabei alter Versmaße bedient, die Gedichte aber moderne Aussagen enthalten, sei das zeitaufwändig und schwierig. Trotz dieses Vorsatzes schlich sich die Form des Langgedichtes immer wieder in ihre Arbeit ein.

 

Das letzte dieser Gedichte ist in ihrem neuesten Büchlein „Blicke trieben schwerelos“ enthalten. Auf einer Brücke schaut sie in den klaren Fluss, lernt seine Pflanzen und Tiere kennen und wird tagträumerisch eins mit ihnen. Dadurch wird ihr Geist frei und findet zu sich selbst. Drab schafft dabei wortmächtig Bilder, die es dem Zuhörer ermöglichen, selbst am Geschehen teilzuhaben. Das antike Versmaß kommt dabei erfrischend leicht daher und verführt zum Sich-treiben-lassen. Das wasserfarbene Büchlein mit Illustrationen von Evelyn Zillessen ist im Isensee-Verlag erschienen.

 

Elisabeth Drab ist auch unter namhaften Lyrikkollegen respektiert und geschätzt. Ihre Gedichte bilden kurze und längere sprachliche Kostbarkeiten, die sich zum „Nachschmecken“ eignen. Sie arbeitet inzwischen schon an einem neuen Buch, das ihre humoristische Seite zeigen soll. „Ursinnig und hinterkomisch“ soll es heißen und natürlich wird sie es wieder in der Remise vorstellen.

 

Am 06.04.22

Wiederaufnahme der öffentlichen Lesungen

des FDA Nord mit dem Autorenduo

Ulrike Noltenius und Detlef Welker

Ulrike Noltenius und Detlef Welker Bild: Dorit Berger

 

 

Dorit Berger

 

Bekanntes Autorenduo gestaltet gelungene Lesung in der Remise

 

Eine große Freude für alle Beteiligten war die am vergangenen Mittwoch nach coronabedingter längerer Pause erstmals wieder stattfindende Lesung aus der Reihe „Literatur in der Remise“, die allmonatlich vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) Nord e.v. veranstaltet wird. Unter dem Motto „Wolkig bis heiter“ präsentierte das bekannte Duo Noltenius/Welker neue Texte und Lieder.

 

Ulrike Noltenius aus Osnabrück liebt Märchen, was sie allerdings nicht an der Überlegung hindert, ob sie heute nicht einen anderen Verlauf nehmen würden. Nachdem sie sich in der Vergangenheit bereits Gedanken um Rotkäppchen und Dornröschen gemacht hat, galten diese nun Schneewittchen. Die Stiefmutter strebt darin eine liebevolle Familie an, aber das junge Mädchen kann sie nicht leiden und türmt zu den sieben Zwergen, wo sie sehnsuchtsvoll auf den ihr zugedachten Prinzen wartet. Beim Versuch der Stiefmutter, die Prinzessin zur Heimkehr zu bewegen, geht einiges schief, und so nimmt die Geschichte einen völlig anderen und überraschenden Verlauf....

 

Nachdem der Huder Detlef Welker den Zuhörern anhand eines satirischen Textes erklärt hatte, warum Politiker so sind wie sie sind, lasen beide  Autoren abwechselnd verschiedene Gedichte, von denen Welker einige vertont hatte und mit Gitarrenbegleitung zu Gehör brachte. Etliche nahmen dabei in bestürzender Weise Bezug auf die gegenwärtige Weltsituation. Da ging es auch um den verhinderten Rebellen, der meint, eigentlich gegen all das Unrecht aufstehen zu müssen und es dann doch nicht tut, was vielen sicherlich bekannt vorkommt. Beide Autoren schafften es jedoch immer wieder, nach den Schrecksekunden zum Schmunzeln zurück zu finden.

 

Das Autorenduo ist Mitglied des FDA Nord und hat sich gesucht und gefunden. Die Beiden ergänzen sich prächtig, was die Zuhörer der Lesungen in der Remise bereits des Öfteren erleben durften. Auch dieses Mal blieben beide ihrem Motto treu und erhielten am Ende den wohlverdienten Applaus.

 

Am 4. Mai ist dann Elisabeth Drab aus Oldenburg die Gastautorin, auch sie ist den Zuhörern längst keine Unbekannte mehr.

 

You Tube SMS zur Nacht

 

https://www.nwzonline

U. Noltenius u. D. Welker Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Neustart der Lesungen in der Remise

 

Endlich ist es soweit: die beliebten monatlichen Lesungen in der Huder Klosterremise können wieder aufgenommen werden! Am 6. April 2022 um 19.30 Uhr beginnt der Reigen der jeweils am ersten Mittwoch eines Monats vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA Nord e.V.) organisierten Reihe „Literatur in der Remise“ von Neuem.

 

Angeführt wird der Neustart von einem den Zuhörern gut bekannten Duo: die Osnabrückerin Ulrike Noltenius und der Huder Detlef Welker werden unter dem Motto „Wolkig bis heiter“ neue Texte und Lieder präsentieren. Schon seit etlichen Jahren arbeiten die Beiden erfolgreich zusammen. Humor und Wortwitz zeichnet ihr gemeinsames Schaffen aus. Welker hat Gedichte seiner Kollegin sowie auch seine eigenen vertont und singt sie zur Gitarre, Noltenius singt gern freche Chansons. Beide beherrschen aber auch die leiseren, nachdenklicheren Töne, die sich auch in ihren Kurzgeschichten finden.

 

Die Zuhörer dürfen also gespannt sein und sich freuen. Der FDA Nord e.V. freut sich auf viele Gäste!

 

Es geht auf das Jahresende zu - und es weihnachtet!

 

Am 01.12.2021 liest die

 

Huder Autorin Inge Ried

Inge Ried. Bild: Archiv

Dorit Berger

 

 

 

Am 1. Dezember – passend zum Datum – wird es weihnachtlich in der Huder Klosterremise. In der Reihe „Literatur in der Remise“, die der Freie Deutsche Autorenverband (FDA Nord e.V.) an jedem ersten Mittwoch des Monats veranstaltet, liest dieses Mal die Huder Autorin Inge Ried Weihnachtsgeschichten vor.

 

„Dezemberträume“, so heißt ihr vor einem Jahr erschienenes Buch zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit. Geschichten für Klein und Groß lautet der Untertitel und ist genauso gemeint, denn auch die Großen kommen dabei auf ihre Kosten. Da können es z.B. die Kinder gar nicht mehr erwarten und machen sich selbst auf die Suche nach dem Weihnachtsmann, ohne allerdings den Eltern vorher Bescheid gesagt zu haben. Und die Suche dauert.... Oder es geht um die unvergleichliche Stimmung, wenn die Großmutter Geschichten erzählt.

 

Zu allen Geschichten gibt es die passenden Weihnachtslieder – mit Noten – so dass ein geglückter Nachmittag oder Abend mit der Familie oder mit Freunden gesichert ist. Fehlt nur noch das prasselnde Kaminfeuer – und das gibt es in der Remise.

 

Inge Ried ist den Stammzuhörern in der Remise wohl bekannt. Sie schreibt seit ihrer Schulzeit und hat etliche Preise gewonnen. Auch preisgekrönte Geschichten sind in dem Buch enthalten.

 

Die Lesung beginnt um 19.30 Uhr. Es gilt die 2G – Regel, die Nachweise müssen mitgebracht werden.

Am 03.11.21 trat

Dirk Fass

bei der FDA-Veranstaltung "Literatur in der Remise" auf

Dirk Fass. Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Das beispielhafte Leben einer mutigen Frau

 

Das spannende Leben einer mutigen Frau stellte der Regionalautor Dirk Fass am vergangenen Mittwoch in der Huder Klosterremise im Rahmen der Reihe „Literatur in der Remise“, veranstaltet vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA Nord e.V.), einer interessierten Zuhörerschaft vor. Die Protagonistin Käthe Nebel, heute 91 Jahre alt, wollte eigentlich mit dabei sein, doch das hat leider nicht geklappt.

 

Käthe Nebel, geboren 1930, hat schon als junges Mädchen durch die Erfahrung des Nationalsozialismus beschlossen, sich niemals die freie Meinung und die freie Rede verbieten zu lassen. Sie wurde Volksschullehrerin, ihr Traumberuf, und unterrichtete bis zu ihrem 60. Lebensjahr in Ahlhorn. Sie nutzte ihre Position, um sich sozial zu betätigen, indem sie Aussiedlern half, engagierte sich aber schon früh mit großer Leidenschaft für Natur und Umwelt, was ihr den Spitznamen „Umwelt-Käthe“ einbrachte. Verschwendung war ihr ein Gräuel, weshalb sie begann, alte, aber durchaus noch brauchbare Dinge wie zunächst Kleidung, später aber auch andere Dinge zu sammeln und zu verschenken. Damit war der Oldenburger Verschenkemarkt geboren, der auch heute noch im DEKRA- Haus in Oldenburg existiert. Durch den Tod einer Freundin fing sie ebenfalls an,

sich um Sterbebegleitung und Sterbehilfe zu kümmern. Sich selbst bezeichnet sie zu Recht als „Multi-Aktivistin“.

 

Als Dirk Fass die heute nahezu blinde alte Dame kennen lernte, war er von ihr und ihrer Biografie fasziniert und bat sie, ein Buch über sie schreiben zu dürfen. Käthe Nebel akzeptierte und übergab ihm einen großen Packen ihrer Briefe, die all ihre Gedanken und Unternehmungen enthielten. Fass sichtete und sortierte alles und ließ Käthe Nebel dadurch selbst zu Wort kommen, in dem er nur wenige verbindende Passagen einfügte und im Wesentlichen als Herausgeber fungierte.

 

Die Lesung kam durch die Vermittlung der Huder Gleichstellungsbeauftragten Margaretha Stolle zustande. Für sie stellt Käthe Nebel ein Musterbeispiel dafür dar, dass Frauen, sofern sie nur konsequent und mutig sind, ihre Wünsche und Vorstellungen umsetzen und erfüllen können. Käthe Nebel ist das, auch nach ihrer eigenen Auffassung, gelungen.

*** Vorankündigung ***

Dirk Fass,zur Remise-Lesung

am 03.11.21

Dirk Fass. Bild: privat

Inge Ried

 

 

Ein Leben für Natur und Umwelt

 

Am kommenden Mittwoch den 3. November findet wieder eine Lesung des Freien Deutschen Autorenverband (FDA), Landesverband Nord statt. Diesmal steht die Lesung unter dem Motto „Ein Leben für Natur und Umwelt“. Dabei wird der Autor Dirk Faß aus Großenkneten das Leben und Wirken von Käthe Nebel, eine der mutigsten Aktivistinnen aus dem Oldenburger Land, vorstellen. Doch Dirk Faß kommt nicht alleine, sondern in Begleitung der Protagonistin. Nach einem bewegenden Lebenslauf fand Käthe Nebel eine Anstellung in ihrem Wunschberuf der Volksschullehrerin. Eine Anstellung fand sie in Ahlhorn, wo sie bis zu ihrem 60. Lebensjahr unterrichtete.
Neben ihrem Beruf entwickelte sie sich zu einer der ersten „Multi-Aktivistin“ mit besonderer Leidenschaft für Natur und Umwelt. Man sah sie auf vielen Demonstrationen und neben manchen Niederlagen konnte sie auch durch ihr
Einsetzungsvermögen manchen Erfolg verbuchen. In der Gemeinde Großenkneten kannte man sie als „Umwelt-Käthe“. Nicht nur für Natur und Umwelt war sie im ständigen Einsatz. In ihrer Tätigkeit als Lehrerin suchte sie soziale Kontakte zu den Schülern und ihren Familien, und leistete nicht nur bei Aussiedlern, sinnvolle Integrationsarbeit. Damals verschenkte Käthe Nebel Kleidung und Gebrauchs-gegenstände an Bedürftige der Gemeinde. Gesammelt hat sie all diese Dinge, die man aus ihrem Bekanntenkreis und darüber hinaus, wegwerfen wollte. Auf der Auftaktveranstaltung der Lokalen Agenda 21, 1998, trug sie die Idee vor, den Oldenburger Verschenkmarkt ins Leben zu rufen, der zunächst im ehemaligen Hallenbad, dann in einer Halle bei MACO-Möbel und sich heute im DEKRA-Haus an der Donnerschweer Straße befindet. Für ihr Lebenswerk wurde sie 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

 

Im Herbst 2020 führten die Wege des Heimatautors Dirk Faß aus Großenkneten und der heute 91-jährige Käthe Nebel zusammen. Schnell stand für Dirk Faß fest, über diese engagierte Frau ein Buch zu schreiben.

Das Buch erzählt, wie sie in der Antiatombewegung aktiv war, sich an Demonstrationen beteiligte und sich selbst als „Multi-Aktivistin mit besonderer Leidenschaft für Natur und Umwelt“ einbrachte. Diese Lesung findet in Zusammenarbeit mit der Huder Gleichstellungsbeauftragten Margaretha Stolle statt.

Dirk Faß lebt in Großenkneten, ist Archivar  und forscht in der Regionalgeschichte. Über 30 Bücher sind bereits unter seiner Feder entstanden.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass die Lesung unter 2G-Bedingungen stattfindet. Bitte denken Sie an einen entsprechenden Nachweis. Anmeldungen unter: literatur-remise@web.de oder telefonisch in der Klosterschänke Hude unter 04408/7777.

Am 06.10.21, 19.30 Uhr begrüßten die Organisatoren der monatlichen Remiselesungen des FDA Nord, den Autor

 

Heinz Zeckel

 

in der Remise.

Heinz Zeckel, Bild: Dorit Berger

 

 

Dorit Berger

 

Fünf Jahre in Saudi-Arabien

Erzählungen aus einem fremden Land und einer Überraschung am Ende

 

Großen Anklang fand die Lesung des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) Nord e.V. am vergangenen Mittwoch in der Huder Klosterremise. Der Autor Heinz Zeckel aus Bad Iburg, langjähriges Mitglied des FDA Nord, wusste die zahlreichen Zuhörer mit seinen Erfahrungsberichten sowie Erzählungen und Gedichten über seinen fünfjährigen Aufenthalt in Saudi-Arabien zu begeistern.

 

Zeckel war von 1983 – 1988 als Lehrer an der deutschen Schule in Dschidda tätig. Zu dieser Zeit war Saudi-Arabien noch eine abgeschottete Welt für sich, die sich nur sehr zögerlich der Außenwelt zu öffnen begann. So lebten die ausländischen „Arbeiter“ in einem der deutschen Botschaft gehörenden Gelände, das damit eine Enklave im Land darstellte, umgeben von einer hohen Mauer und einem Schlagbaum. Hier, sozusagen auf deutschem Boden, konnten die Bewohner völlig frei nach ihren Vorstellungen leben, sobald sie aber das Gelände verließen, unterstanden sie den Gesetzen und den strengen gesellschaftlichen Vorstellungen des Landes.

 

Besonders interessant waren neben den Schilderungen der Wüste die Erfahrungen mit den Menschen, die Zeckel dort traf. Es gab reichlich Gelegenheiten dazu und er traf viele Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen. Hatte der junge Mann bis dahin eher wenig Interesse an Religion und Philosophie gezeigt, änderte sich das nun. Er lebte jetzt in einem Land, in dem die Menschen von der Religion völlig durchdrungen waren, was sich bis in die kleinen Dinge des Alltags auswirkte. Die Auseinandersetzung damit war unvermeidlich. Seither gehören verschiedene spirituelle Erfahrungen zu Zeckels besonderen Interessen.

 

Die anschließende Diskussion brachte Überraschungen: etliche Zuhörer erwiesen sich als gute Kenner Saudi-Arabiens, da sie ebenso einige Zeit, bzw. Jahre im Land verbracht hatten. Die Erfahrungen waren ähnlich, der Austausch war entsprechend lebhaft. Hätte man Autor und Zuhörer gelassen, sie hätten sich sicher die Nacht erzählend um die Ohren geschlagen. So aber war in kurzer Zeit klar: zu diesem Thema wird es eine Fortsetzung geben! Eine nahezu unendliche Geschichte – und erinnert das nicht schon an die 1001 Nächte, die erzählend verbracht wurden?

 

Am 06.10.21, 19.30 Uhr ist

Heinz Zeckel

wieder zu Gast in der Remise.

Hier der Vorbericht.

Heinz Zeckel Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Erinnerungen an Saudi-Arabien

 

Heinz Zeckel liest am 6. Oktober in der Huder Klosterremise

 

Der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord e.V. bittet am Mittwoch, dem 6. Oktober um 19.30 wieder zur Lesung in der Reihe „Literatur in der Remise“. Der Gastautor ist dieses Mal ein alter Bekannter: Heinz Zeckel berichtet von seinen Erlebnissen aus den fünf Jahren, die er in Saudi-Arabien verbrachte.

 

Wie ergeht es einem Junglehrer, der sich für fünf Jahre an die deutsche Schule in Saudi-Arabien verpflichtet? Sicher hat er Scheichs, Kamele und die Wüste im Kopf. Doch reichen Klischees nicht aus, wenn die Begegnung mit einem völlig anderen Kulturkreis gelingen soll. Heinz Zeckel tritt dieser Herausforderung neugierig und offen entgegen, macht tiefgreifende Erfahrungen, hat spannende Begegnungen und schließt Freundschaften, die ihn auch nach dieser Zeit noch viele Jahre begleiten.

 

Der Autor wird neben zwei Erzählungen auch aus seinen Tagebuchaufzeichnungen lesen, so dass die Zuhörer sehr direkt an seinen Erlebnissen teilhaben können. Wer ihn kennt, weiß, dass dabei auch der Humor nicht zu kurz kommt. Selbstverständlich kann Heinz Zeckel im Anschluss an die Lesung mit Fragen „gelöchert“ werden.

Marlies Peters
 

am 01.09.2021 zu Gast


in der Huder Remise

Marlies Peters Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Biografischer Roman mit

bestürzender Aktualität

 

Marlies Peters stellt „Mein

Herz, mach Frieden“ in der

Huder Klosterremise vor

 

 

Auch die zweite Lesung im

Neustart der Reihe „Literatur

in der Remise“, die jeden

ersten Mittwoch im Monat

vom Freien Deutschen

Autorenverband (FDA Nord

e.V.) in der Huder

Klosterremise veranstaltet

wird, war ein voller Erfolg.

Die Gäste hörten gebannt

der Autorin Marlies Peters

zu, die ihren neuen Roman

 

„Mein Herz, mach Frieden“ vorstellte.

 

Die Oldenburger Autorin beschreibt darin die Kindheit und Jugend ihrer Eltern, Irmi und

Werner, die beide während der Zeit des Nationalsozialismus im deutsch-polnischen

Grenzgebiet aufwuchsen. Beide werden in die Jugendorganisationen der Nationalsozialisten

integriert. Die Uniform, von beiden mit Stolz getragen, bedeutet Zugehörigkeit und wird

dadurch identitätsstiftend, Spiel und Sport fördern Kameradschaft und unbedingten

Zusammenhalt. Rituale wie Appelle und Lieder festigen die ideologischen Grundsätze. „Die

Liebe zur Partei, zum Land und zum Führer werden in die jungen Köpfe gesät“, wie es

bestürzenderweise erst dieser Tage vom chinesischen Machthaber Xi Jinping wieder

formuliert wurde.

 

 

Irmi kommen erst während ihres Einsatzes als Flakhelferin Zweifel, Werner überlebt an

verschiedenen Fronten den Krieg nur knapp. Während Werner zeit seines Lebens in

zahlreichen Aufzeichnungen und Fotografien versucht, die Geschehnisse aufzuarbeiten,

verdrängt Irmi ihre Enttäuschung und schweigt, wie so viele ihrer Generation. Nach ihrer

Flucht nach Norddeutschland treffen sich Werner und Irmi. Ein halbes Jahr später sind sie

verheiratet.

 

 

Kriege, Fluchtbewegungen und diktatorische Praktiken in der heutigen Welt verleihen

diesem Roman eine bestürzende Aktualität. Marlies Peters hat die Erlebnisse ihrer Eltern mit

unglaublicher Akribie recherchiert, dabei  hält sie alles in leichtem Erzählton fest. Man wird

nicht müde zuzuhören. Dabei wird klar, warum gerade junge Menschen zu Mitläufern

wurden und werden – und warum man sich um sie kümmern sollte.

 

Vorankündigung Marlies Peters:

Marlies Peters Bild: Sascha Stübner

 

Dorit Berger

 

Marlies Peters liest am 1. September in der Remise

 

Der Freie Deutsche Autorenverband (FDA Nord e.V.) freut sich sehr, auch im

September zur monatlichen Lesung in der Huder Klosterremise einladen zu können. Am

Mittwoch, 1. September um 19.30 Uhr wird dort die Autorin Marlies Peters vom Oldenburger

Leseforum e.V. mit ihrem Roman „Mein Herz, mach Frieden“ zu Gast sein.

 

Marlies Peters hat in diesem Roman die Lebensgeschichte ihrer Eltern aufgegriffen

und lange dafür recherchiert. Beide Familien stammen aus dem deutsch-polnischen

Grenzgebiet in der Hitlerzeit. Irmi ist ein begeistertes Jungmädel, das zur verzweifelten

Flakhelferin wird; Werner erlebt den Krieg als Soldat an verschiedenen Fronten und

überlebt ihn nur knapp. In einer norddeutschen Kleinstadt treffen sie nach ihrer Flucht

aufeinander und verlieben sich.

 

Wie kam es dazu, dass zwei junge Menschen in den Sog des Nationalsozialismus

gerieten? Wie gestaltete sich ihr Leben als Flüchtlinge in der neuen Heimat? Diesen

Fragen geht die Autorin nach, wodurch der Roman angesichts Kriegshandlungen in der

Welt und der Flüchtlingsströme an Aktualität gewinnt.

 

Im Anschluss an die Lesung besteht wie immer die Gelegenheit zur Diskussion.

 

"Träume sind nicht nur Schäume"

 

Autorenlesung am 04. August 2021

 

Hildegard Schaefer und Martin Haas

H. Schaefer und M. Haas Bild: Dorit Berger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dorit Berger

 

Erfolgreicher Neustart der Remise-Lesungen

 

Sehr gespannt waren die Organisatorinnen der Lesungen „Literatur in der Remise“, seit Jahren durchgeführt vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA Nord e.V.), die nach einer eineinhalbjährigen, coronabedingten Pause am vergangenen Mittwoch wieder starteten. Und sie wurden nicht enttäuscht: etliche Stammzuhörer*innen fanden sich pünktlich und selbstverständlich wieder ein. Die Freude bei allen Beteiligten war groß.

 

Das galt natürlich auch für die beiden Autoren Hildegard Schaefer aus Buchholz und Martin Haas aus Vechta, die Texte zum Thema „Träume sind nicht nur Schäume“ vorbereitet hatten. Hildegard Schaefer trug Texte über selbst erfahrene und erzählt bekommene Träume vor. Selbstverständlich fand sich darin in erster Linie eine anders erfahrene Wirklichkeit wieder, die bei den Zuhörer*innen auf großes Interesse stieß. Anklänge an schamanische und tiefenpsychologische Erfahrungen warfen die Frage auf, wie wirklich die Wirklichkeit denn nun tatsächlich ist. Hildegard Schaefer bewegt sich als Autorin gerne in diesem Grenzbereich. „Schräge Mystik“ gehört zu ihren ganz speziellen Themen und findet sich auch in ihren anderen Arbeiten wieder. Sie schreibt seit vielen Jahren und ist ebenfalls seit Jahren FDA-Mitglied, betätigt sich darüber hinaus aber auch in lokalen literarischen Zirkeln. Sie war zum ersten Mal Gast in der Remise.

 

Martin Haas hat schon mehrfach in der Remise gelesen. Er behandelte das Thema „Lebensträume“ im Laufe des Lebens: der Schüler träumt vom bestandenen Abitur, träumt sich in die vom Lehrer erzählten Geschichten hinein und gestaltet träumerisch seinen Lebensplan. Diesen kann er, wenn er gut ist, mit der Kraft, die ihm aus diesen Träumen erwächst, auch umsetzen. Wie immer untermalte Martin Haas seine Lesung mit lebhafter Gestik und Mimik, was zur Betonung der einzelnen Passagen beitrug und oft ein Lächeln auf die Lippen der Zuhörer*innen zauberte. Martin Haas bezeichnet sich selbst als Romantiker und fühlt sich dem entsprechenden literarischen Zeitalter stark verbunden. Dass er auch – wohl einer der letzten – Universalgelehrten ist, blitzt nur selten auf, etwa, wenn er die Bedeutung des Buchstabens „W“ in der Romantik erklärt.

 

Die Lesung war ein großer Erfolg und wurde mit entsprechendem Beifall belohnt. Der FDA hofft, dass die Lesungen ab sofort wieder regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat durchgeführt werden können und freut sich auf viele Gäste.

 

https://www.nwzonline.de

 

Martin Haas und Hildegard Schaefer Bild: Detlef Welker

Dorit Berger

 

„Literatur in der Remise“ startet neu

am 4. August 2021

 

Hildegard Schaefer und Martin Haas eröffnen die neuen Lesungen

 

 

Der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord e.V. ist glücklich, nach der langen

Coronapause die Lesungen aus der Reihe „Literatur in der Remise“ wieder aufnehmen zu

können. Wie gehabt, finden die Lesungen jeweils am ersten Mittwoch eines jeden Monats in

der Huder Klosterremise statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

 

Träume sind nicht nur Schäume – unter dieses Motto haben die beiden FDA-Autoren

Hildegard Schaefer und Martin Haas ihre Lesung gestellt. Gemeint sind dabei die Träume im

Schlaf, aber auch die Lebensträume der Menschen.

 

Hildegard Schaefer wird die eigentümlichen Wirklichkeiten des Traums auf schwankendem

Grund schildern, die jeder Mensch aus dem Schlaf kennt. Sie schreibt seit vielen Jahren, ist

wohnhaft in Buchholz in der Nordheide und außer im FDA auch Mitglied in anderen

regionalen Schreibverbänden. Die mehrfache Mutter und Oma liebt das Erzählen von

Geschichten, was ihren Texten anzumerken ist.

 

Martin Haas, der Zuhörergemeinde in der Remise wohlbekannt, wird den Lebenstraum

behandeln. Wie kann mich ein Traum motivieren, alles daran zu setzen, ihn zu

verwirklichen? Wie wird er meine Zukunft und die anderer beeinflussen? Martin Haas ist

evangelischer Theologe und war Gemeindepfarrer an verschiedenen Orten, ehe er 2003 in

Ruhestand ging. Er schreibt außer biographischen Romanen Lyrik, sowie theologische und

philosophische Werke. „Schreiben ist ein Abenteuer ohne Grenzen“ - das ist sein

Lebensmotto geworden.

 

Der FDA freut sich auf viele Zuhörer. Diese müssen entweder geimpft sein oder einen Test

vorweisen können, dann steht dem Literaturabenteuer nichts mehr im Wege.

 

 

Adriane Meinhardt

war am 04.03.2020 zu Gast in der Remise.

Buchautorin Adriane Meinhardt. Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Autorin A. Meinhardt schreibt Satiren aus realen Ausgangssituationen

 

Ganz aktuell begann die Lesung am vergangenen Mittwoch in der Remise: Adriane Meinhardt, die Autorin des Monats März der Reihe „Literatur in der Remise“, die der Freie deutsche Autorenverband (FDA) Nord e.V. allmonatlich veranstaltet, berichtete von ihrem letzten Wochenendeinkauf. Sie stand vor teilweise leeren Regalen und leise und unbemerkt schlich sich der Gedanke der Notwendigkeit von Vorratskäufen in ihr Gehirn. Das führte dazu, dass sich nach kurzer Zeit ihr Einkaufswagen füllte: mit einer stattlichen Anzahl von Dosen Serbischer Bohnensuppe, oder einige Pakete Damenbinden (die lassen sich zu Atemschutzmasken umfunktionieren!) und dergleichen mehr. Selbstverständlich handelte es sich dabei um satirische Übertreibung, doch die Ausgangssituation im Supermarkt war eine reale gewesen.

 

Genau so sind auch die Geschichten in ihrem neuen Buch „In vitro Veronika“ entstanden. Alle Ausgangssituationen sind völlig alltäglich. Meinhardt hat sie real erlebt und dann satirisch verarbeitet. Bei den Zuhörern führte das zum Gefühl, alles schon einmal selbst erlebt zu haben, wodurch die Autorin schon während der Lesung jeweils zustimmendes Nicken erfuhr. Das ging über Zugausfälle bei der Bahn und über Kommunikationsprobleme mit digitalen Sprachsystemen bis hin zur Modeberatung älterer Damen beim Kauf einer neuen Hose oder - wirklich wahr – Gesprächen über künstliche Befruchtung auf Krankenhausfluren. Auch Omas Singstunde im Seniorenheim mit den Liedern der Ewiggestrigen bekam ihr Fett weg.

 

Die Geschichten Adriane Meinhardts sind so bunt wie das Leben. Doch gerade weil sie den Alltag aufs Korn nehmen, stockt dem Leser manchmal der Atem, der erst durch den satirischen Blick darauf wieder gelöst und zu befreiendem Lachen wird.

 

Adriane Meinhardt schreibt wie so viele Autorinnen seit ihrer Schülerzeit. Waren es zunächst nur Gedichte, hat die Oldenburgerin sich in den letzten Jahren mehr und mehr der Satire zugewandt. Sie ist Mitglied der Autorengruppe „Wortstatt“ in Oldenburg und seit einem Jahr im FDA Nord e.V. Ihr bisheriges Werk ist bereits mehrfach mit Preisen bedacht worden.

nwzonline am 09.03.2020

05.Februar 2020, Maria Anna Stommel

stellte in der Remise Ihren neuen Lyrikband mit

zeitkritschen Gedichten vor. 

Die Autorin Maria Anna Stommel. Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Lyrische Lesung mit breit gefächerter Thematik

 

Thematisch breit gefächert war die Lyrik, die die Wildeshauser Autorin Maria Anna Stommel am vergangenen Mittwoch in der Huder Klosterremise den Zuhörern bot. In der Reihe „Literatur in der Remise“, die der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord e.V. allmonatlich veranstaltet, stellte Stommel ihr neues Buch, das im März erscheinen wird, vor. Trotz Fernseh-Fussball waren Zuhörer erschienen, sogar Männer waren dabei.

 

Der lyrische Themenbogen reichte von der Natur und die Gefährdung derselben über Politik bis zu gesellschaftlichen Inhalten und wurde damit dem Buchtitel „Unter der Zeit-Lupe“ vollständig gerecht. Eingeteilt in vier Kapitel, las die Autorin aus jedem derselben vier Gedichte. Dazwischen spielte sie jeweils kurze Stücke auf dem Akkordeon und gab den Zuhörern damit Zeit, das Gehörte sacken zu lassen. Danach folgte ein verbindender, teilweise satirischer Prosatext. Besonders amüsierten sich die Teilnehmer über die konsequent durchgeführte Genderisierung in einem der Texte, der aufzeigte, was dann mit unserer Sprache passieren kann.

 

Wie viele andere Autoren auch hat Stommel bereits in ihrer Jugend angefangen zu schreiben, allerdings alles zunächst einmal in einer Schublade gehortet. Erst auf den Rat einer Professorin hin, die in den Genuss von Leseproben kam, hat Stommel dann eine Veröffentlichung gewagt. „Unter der Zeit-Lupe“ ist ihr nunmehr drittes Buch, das sie am 6.März in Wildeshausen präsentieren wird.

www.nwzonline.de

 

Detlef Welker stellte am 08.01.2020 sein neues Buch

"Ein Wachshamster zwischen den Zeiten" vor. 

Detlef Welker Bild: Dorit Berger

Dorit Berger

 

Autor bewies große literarische Bandbreite

 

 

In der voll besetzten Remise stellte der Huder Autor Detlef Welker am vergangenen Mittwoch sein neues Buch „Ein Wachshamster zwischen den Zeiten“ vor. Die Lesung fand im Rahmen der Reihe „Literatur in der Remise“ statt, die der Freie Deutsche Autorenverband (FDA) Nord am jeweils ersten Mittwoch des Monats veranstaltet.

 

Welker, den Zuhörern kein Unbekannter, wirft in seinen Erzählungen von den Urlaubsreisen des Felix Bache, Fahrer eines interstellaren Raumschleppers, einen satirischen Blick nicht nur in etliche Parallelwelten, sondern auch auf die gute alte Erde. Dort mutet für den interstellaren Reisenden manches recht seltsam an, zum Beispiel die Führung durch ein „Herrenhaus“. Selbstverständlich wohnen dort nur Herren, und ihre Namen geben bereits Hinweise auf ihre Biografie. Herrlich, wie Welker hier mit Namen und Wortbedeutungen spielt! Sowohl Leser wie Zuhörer müssen höllisch aufpassen, einzelnen Wörtern die richtige Bedeutung zuzuordnen: wenn z.B. der Antragsteller seinen Antrag auf den Antrags-Teller (im Text gleich geschrieben!) legen soll. Das Spiel mit der Sprache ist nicht nur die Leidenschaft des Autors, sondern auch seine Begabung und sein Können, wie sich hier wieder erweist.

 

Die zweite vorgetragene Geschichte „Der irdene Topf“ unterschied sich sowohl inhaltlich wie sprachlich von der ersten. Hier handelt es sich um eine abenteuerliche Geschichte im klassischen Sinn. Ein Mann sieht von seinem Balkon aus eine Abbruchstelle unter einem Brückenpfeiler und entdeckt in ihr ein Objekt, das seine Aufmerksamkeit erregt. Zusammen mit einem Jungen, der ebenfalls aufmerksam geworden ist, birgt er auf abenteuerliche Weise das Objekt, das sich als irdener Topf erweist. Was wohl darin ist? Diamanten? Gold? Alte, unermesslich wertvolle Dokumente? Oder nur Schlamm und Wasser? Von außen ist kein Hinweis zu sehen. Hier bringt Welker noch eine kleine unheimliche Variante ins Spiel, was die Spannung steigen lässt. Doch dann fassen der Mann und das Kind einen ungewöhnlichen, aber weisen Entschluss.... Die Geschichte steht ganz klar in der Folge der romantisch-abenteuerlichen Erzählung und braucht den Vergleich mit großen Namen nicht zu scheuen.

 

Insgesamt bewies Detlef Welker mit dieser Lesung erneut seine große literarische Bandbreite, in der wie immer dem Humor eine Schlüsselrolle zukam. Die Zuhörer honorierten dies durch reichlich Beifall.

NWZ am 11.01.20

Historie der Remiselesungen

 

Im Jahr 2022 lasen:

Ulrike Noltenius und Detlef Welker, Elisabeth Drab, Elli Nohr, Frerich Ihben

 

Im Jahr 2021 lasen:

Hildegard Schaefer und Martin Haas, Marlies Peters.

 

Im Jahr 2020 lasen:

Detlef Welker, Maria Anna Stommel, Adriane Meinhardt.

 

Im Jahr 2019 lasen:

Maria Anna Stommel, Erwin Plachetka, Barbara Devalle,

Markus Tönnishoff, Karl-Heinz Knacksterdt, Nicoleta Craita Ten'o,

Anita Jurow-Janßen, Ulrike Noltenius und Detlef Welker, Elli Nohr,

Christine Metzen-Kabbe, Andrea Wendeln.

 

Im Jahr 2018 lasen:

Manfred Brüning, Ilka Silbermann, Christine Metzen-Kabbe, Alexandra Schwarting, Rainer Kaune, Martin Haas, Ulrike Noltenius und Detlef Welker, Heinz Zeckel, Andrea Wendeln, Inge Merkentrup, Elli Nohr.