1975 - 2015 - 40 Jahre Freier Deutscher Autorenverband Landesverband Nord e.V.
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„Man stelle sich vor…!“

 

 

Fiktives Interview mit Mitgliedern des

 

FDA Nord

 

Heute: Inge Ried, Hude

 

Foto: Dorit Berger

 

FDA:  „Frau Ried, seit wann schreiben 
Sie?“
Ried: „Ich veröffentliche seit 2001. Mit Schreiben habe ich aber schon viel früher angefangen. Mit 15/16 Jahren habe ich mit Gedichten, Songtexten und Kurzgeschichten begonnen. Ein Initialreim fällt mir da ganz spontan ein: „Ich hab‘ im Horoskop gelesen, du bist mir nicht treu gewesen …“ Dazu muss ich damals einen Songtext geschrieben haben, ist aber bis heute nicht öffentlich gemacht worden.


        FDA:  „Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?“

Ried: Zum endgültigen Schreiben Ende der 80er Jahre. Ich war zum 2. Mal Mutter geworden, platzte fast vor stolz und musste doch gleichzeitig vermehrt in der Tagespresse lesen, dass andere Frauen ihre Kinder aussetzten. Das hat mich sehr bewegt und so habe ich zwischen Windeln wechseln und Haushalt führen begonnen meine Gedanken aufzuschreiben. Dabei habe ich mir die Frage gestellt: „Wie würde ich mich verhalten, wenn ich ein Findelkind finden würde.“ Schließlich habe ich eine nette Liebesgeschichte umzu gewoben. Irgendwann hatte es die Ausmaße eines Romans, aber ich war noch nicht soweit an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch 2001 war es dann soweit. Mein 1. Roman „Simone – Eine Frau kämpft sich durch“ erschien.“
 

        FDA:  „Warum schreiben Sie, was bewegt Sie besonders?“

Ried: „Es ist für mich Entspannung, ausklinken aus dem Alltag, Stressabbau. Aber auch Ausleben der Fantasie. Ich decke verschiedene Themen ab. Sozialkritisch, wie im 1. Roman – Kindesaussetzung. Im 2. Roman geht es um die perfekte Frau in Männeraugen. Aber auch Sachbuch und Krimis.
 

        FDA:  „Worüber schreiben Sie?“

Ried: Begonnen habe ich mit belletristischen Romanen. Dazwischen und immer wieder Krimi-Kurzgeschichten, für die ich auch Preise erhalten habe. Mittlerweile habe ich auch ein Sachbuch „Begleiter in der Trauer“, entstanden durch meine Tätigkeit in der Altenpflege und auch ein Krimibuch mit verschiedenen Krimi-Kurzgeschichten herausgebracht. Noch unveröffentlicht schreibe ich auch Plattdeutsche Kurzgeschichten. Mein Traum wäre es ein plattdeutsches Theaterstück zu schreiben. Mal schauen, was die Zeit so bringt. Und in Fleißarbeit arbeite ich derzeit an 3 verschiedenen Sammelwerken. Mehr möchte ich dazu aber noch nicht sagen.


        FDA:  „Haben Sie Vorbilder bei Ihren Arbeiten?“

Ried: „Nein. Ich lese viel, verschiedene Autoren, gerne Biografien. Aber beim Schreiben möchte ich mir doch selber treu bleiben. Sonst hat es das, was ich schreibe ja schon mal gegeben.“

 

        FDA:  „Welche Autorinnen oder Autoren würden Sie anderen Lesern
        empfehlen?“

Ried: „Schauen Sie mal in die Mitgliederliste des  Freien Deutschen Autorenverband Niedersachsen und Bremen. Da finden Sie viele interessante Autoren, und alle sind lesenswert.“


        FDA:  „Woher nehmen Sie die Zeit, um zu schreiben?“

Ried: „Leider habe ich viel zu wenig Zeit zum Schreiben. Ich hatte gedacht, wenn die Kinder aus dem Haus sind … Aber dann kommen andere Verpflichtungen. Meine Hoffnung, wenn ich dann erst einmal Rentnerin bin … Ich habe mir aber sagen lassen, die haben auch keine Zeit. Aber egal, letztendlich sind auch in dieser knappen Zeit schöne Geschichten und Projekte entstanden, wie z. Bsp. „Literatur in der Remise“ eine regelmäßige Leseveranstaltung in Hude.“

      
FDA: 
„Bonusfrage: Wie gut können Sie vom Schreiben leben?“
Ried: „Um zu leben gehe ich außer Haus arbeiten. Aber der Traum von der finanziellen Unabhängigkeit durch das Schreiben stirbt nie.“